Der Brasilianer war es schließlich, der Schalke in der Saison 2004/05 beim Saisonausklang in Freiburg mit zwei Treffern in die Champions League schoss beziehungsweise köpfte.
3:2 hieß es damals an der Dreisam, den Dreier brauchten die Königsblauen, um Platz zwei und damit die direkte Qualifikation für die europäische Königsklasse zu sichern. Diesmal geht es an gleicher Stelle „nur“ um die Playoffs zur Champions League, doch der Gegner hat sich in der Zwischenzeit deutlich weiter entwickelt.
War der Sportclub nämlich vor acht Jahren als Tabellenletzter sang- und klanglos abgestiegen, hat die Überraschungself der laufenden Saison schließlich jetzt die Möglichkeit, mit einem Sieg über den Konkurrenten aus einer sehr guten Serie eine überragende zu machen.
Schalke musste am letzten Spieltag schon seit Jahren nicht mehr so zittern wie jetzt. Vor einem Jahr war Platz drei und somit das direkte Erreichen der Champions League bereits eine Woche vor dem Ausklang eingetütet. 2011 ging es ebenfalls in den finalen 90 Minuten um nichts mehr, da war allerdings in der Vorwoche gerade einmal der Klassenerhalt geschafft.
2010 hatte Schalke angenehme Ruhe am letzten Spieltag, weil im vorherigen Heimspiel schon der Einzug in die Champions League gefeiert wurde. Wieder ein Jahr zuvor hatten die Gelsenkirchener die internationalen Ränge längst verspielt, ehe es auf der Zielgeraden hätte darauf ankommen können.
Fünf Jahre liegt es inzwischen zurück, als S04 zwar vorzeitig auf dem Play-off-Platz landete, damals war es noch Rang drei, aber dann im August an Atletico Madrid scheiterte. Doch so weit im Voraus muss noch kein Schalker Verantwortlicher oder Spieler planen, zunächst geht es darum, in Freiburg den Charaktertest zu bestehen, an dem die Mannschaft am vergangenen Samstag gegen Stuttgart noch versagte.
Was den Spielern bewusst sein sollte und worauf die Verantwortlichen um Trainer Jens Keller, Manager Horst Heldt und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hinweisen werden: In Freiburg geht es für Schalke auch um sehr viel Geld. 90 erfolgreiche Minuten könnten fast zehn Millionen Euro in die Vereinskasse spülen, so hoch ist schon die Garantiesumme der UEFA fürs Erreichen der Gruppenphase.
Durch den UEFA-Vermarktungspool und weitere Werbeeinnahmen kommen in der Champions League schnell 20 Millionen Euro zusammen. Die beiden aktuellen Finalteilnehmer Bayern München und Borussia Dortmund haben in der laufenden Runde der europäischen Königsklasse sogar jeweils über 60 Millionen Euro gescheffelt.
Zum Vergleich: Um in der Europa League zehn Millionen einzunehmen, müsste Schalke schon das Finale erreichen.


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