Die Bilanz spricht eindeutig für die Hausherren, erwies sich Aachen doch für Rot Weiß Oberhausen bisher als uneinnehmbare Festung. 26 Mal gab es den Vergleich auf dem Tivoli, 19 Partien verlor RWO, sieben Mal reichte es zumindest zu einem Remis.
Am Wochenende wird es speziell für einen Schwarz-Gelben eine besondere Partie. Florian Abel
Florian Abel» zum Profil verbrachte große Teile seines Fußballerlebens bei den „Kleeblättern“. Wobei der Mittelfeldspieler gar nicht weiß, ob er überhaupt mit von der Partie ist. Seit dem neunten Spieltag wartet er auf seinen Einsatz, nachdem er zuvor in sieben der ersten neun Partien auf dem Platz stand: „Ich habe zuletzt gar nicht mehr gespielt. Der Trainer hat mir erklärt, warum das so war. Zu Beginn hat mich das sehr aus der Bahn geworfen, denn ich habe andere Ambitionen als auf der Bank zu sitzen. Ich weiß auch, dass ich nicht ganz das abgerufen habe, was ich kann. Jetzt gebe ich aber richtig Gas, um wieder in die Mannschaft zu rutschen. Besonders gegen Rot-Weiß Oberhausen möchte ich unbedingt dabei sein.“
Ähnlich wie RWO hat die Alemannia einiges gutzumachen, waren die letzten Spiele doch eher im Bereich Gruselkabinett einzuordnen. Vor allem das peinliche Pokalaus auf Verbandsebene beim Bezirksligisten FC Inde Hahn hat die Fans zur Weißglut gebracht. Abel: „Es blieb alles friedlich, aber die Anhänger haben uns klar zu verstehen gegeben, was sie von dem Auftritt gehalten haben. Daher zählen gegen Oberhausen für uns nur drei Punkte, denn RWO wird nach den letzten Leistungen auch nicht mit dem größten Selbstvertrauen anreisen.“
Da der 24-Jährige noch immer in Oberhausen wohnt, konnte er sich das ein oder andere Mal selbst ein Bild vom kommenden Gegner machen. Zuletzt nahm er das Team von Trainer
Peter Kunkel beim Pokalaus in Wuppertal persönlich unter die Lupe. Die Darbietungen der Oberhausener können ihn dabei nicht komplett verschreckt haben. Nimmt man dann noch die Bilanz der „Kleeblätter“ auf dem Tivoli hinzu, kann es für Abel nur eine Marschroute geben: „Wir brauchen den Dreier, denn wir wollen auch wieder dahin kommen, dass – wie gegen Verl – 8.000 Zuschauer ins Stadion kommen. Das war einfach nur geil!“
Zuletzt wurden es etwas weniger Besucher, trotzdem kann sich der Schnitt von etwa 6000 Zuschauern pro Partie sehen lassen. Abel: "Auch 6000 Fans machen hier richtig Alarm. Wenn wir auf unsere Kurve spielen, pusht das noch ein bisschen mehr. Jetzt liegt es an uns, dass wieder mehr Leute zu den Heimspielen kommen."



