Der kroatische Fußball-Nationalspieler ist für seine skandalösen Äußerungen nach dem WM-Play-off-Rückspiel gegen Island (2:0) für zehn Spiele gesperrt worden. Die Sperre greift erst beim Turnier-Einstieg der Kroaten, sodass Simunic unabhängig von der Anzahl der Vorbereitungsspiele nicht bei der Endrunde eingesetzt werden kann.
Darüber hinaus belegte die Disziplinarkommission den 35-Jährigen von Dinamo Zagreb für diese zehn Spiele sogar mit einem Stadionverbot sowie einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Schweizer Franken (24.500 Euro).
Simunic hatte nach der geglückten Qualifikation für die Fußball-WM 2014 am 19. November über das Stadion-Mikrofon die Parole "Za Dom - Spremni!" gerufen. Der umstrittene Ustascha-Gruß heißt übersetzt: "Für die Heimat - bereit!" Die Ustascha war ein 1929 gegründeter Geheimbund, der sich zu einer faschistischen Bewegung entwickelte.
Zu Fremdenfeindlichkeit angestiftet?
Laut FIFA-Mitteilung kam "die Kommission kam zum Schluss, dass dieser Gruß diskriminierend sei und die Würde einer Gruppe von Personen u.a. in Bezug auf Rasse, Religion oder Herkunft verletze".
Die kroatische Justiz hatte der ehemalige Bundesliga-Profi (Hamburg, Hertha, Hoffenheim) im vergangenen Monat zu einer Strafe von umgerechnet 3200 Euro verurteilt. Simunic habe "zu Fremdenfeindlichkeit angestiftet und andere Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung belästigt", hieß es in der Begründung, zudem sei sich der Kapitän von Dinamo Zagreb der Bedeutung seiner Äußerungen bewusst gewesen.
Simunic hatte zuvor mitgeteilt, dass er in einem "emotionalen Moment" einzig durch die "Liebe zum kroatischen Volk und dem Heimatland" motiviert gewesen sei.
