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Aachen in der Krise
"Es ist schon kurz nach zwölf"

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Alemannia Aachen, Regionalliga West, Saison 2015/16
Foto: Tillmann

Alemannia Aachen muss sich wohl erst mal von den Aufstiegshoffnungen verabschieden. Gegen die SG Wattenscheid unterlagen die Aachener mit 1:3 (1:2).

Nach der bitteren Niederlage in Wattenscheid traten die Spieler der Alemannia zum Rapport bei den mitgereisten Fans an. Die rund 400 Anhänger aus Aachen sorgten in der Lohrheide für eine gute Stimmung, ließen ihre Mannschaft bis zum Schlusspfiff nicht im Stich. Doch nach der Partie war die Stimmung im Keller, die Alemannia musste die vierte Saisonniederlage einstecken, bereits seit fünf Spielen gab es keinen Sieg mehr.

Ernst spricht Klartext

Rechtsverteidiger Dominik ErnstDominik Ernst» zum Profil, der auch lange mit den Fans diskutierte, war im Interview sichtlich angeschlagen: "Man sagt ja, es ist kurz vor zwölf. Aber ich glaube, dass es mittlerweile schon kurz nach zwölf ist. Die Fans sind sehr sauer, sehr angefressen, was ich durchaus verstehen kann. Die leben, genau wie wir, für den Verein. Es soll aber im Moment nicht sein und ich habe auch keine Erklärung dafür, wie wir da jetzt wieder rauskommen sollen."

Nachher fiel dem 25-Jährigen aber immerhin ein Ansatz ein, der der Alemannia helfen könnte: "Wenn es fußballerisch nicht läuft, dann hilft nur eins: Man muss sich füreinander zerreißen, füreinander da sein, füreinander kämpfen und als Team auftreten. Und wer keine Siege einfährt, der darf von 'oben' oder 'Aufstieg' nicht reden."

Die Aachener sind jetzt endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Vom Aufstieg darf momentan keine Rede mehr sein, stattdessen fordert Trainer Christian Benbennek: "Wir müssen an den Basics arbeiten und ganz von vorne anfangen."

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Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
13 Rot-Weiss Essen 1 0 0 1 1:2 -1 0
14 Bonner SC 1 0 0 1 1:2 -1 0
15 Alemannia Aachen 1 0 0 1 1:2 -1 0
16 SG Wattenscheid 09 1 0 0 1 0:1 -1 0
17 TV Herkenrath 1 0 0 1 1:3 -2 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
13 Rot-Weiss Essen 0 0 0 0 0:0 0 0
14 1. FC Köln II 0 0 0 0 0:0 0 0
15 Alemannia Aachen 0 0 0 0 0:0 0 0
16 TV Herkenrath 0 0 0 0 0:0 0 0
17 Bonner SC 1 0 0 1 1:2 -1 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
14 Bonner SC 0 0 0 0 0:0 0 0
15 Rot-Weiss Essen 1 0 0 1 1:2 -1 0
16 Alemannia Aachen 1 0 0 1 1:2 -1 0
17 TV Herkenrath 1 0 0 1 1:3 -2 0
18 SV Straelen 1 0 0 1 0:2 -2 0

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Abwehr

07/2018
07/2018
Alemannia Aachen

war ausgeliehen

07/2018
Alemannia Aachen

war ausgeliehen

07/2018

Alemannia Aachen

01 A
Viktoria Köln
Sonntag, 29.07.2018 14:00 Uhr
2:1 (-:-)
01 A
Viktoria Köln
Sonntag, 29.07.2018 14:00 Uhr
2:1 (-:-)

Torjäger

Alemannia Aachen

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • franzwirtz 13.10.2015 19:06 Uhr
    Echte „Fankultur“ …

    Es ist wie immer, am liebsten werden selbstverständlich zu Saisonbeginn „die ganz großen Träume“ geträumt. Wenn sich dann stattdessen – früher oder später – der Alltag einstellt, ist die Ernüchterung gleichermaßen groß wie trostlos:

    Phase 1: Einzelne Spieler und/oder das Spielsystem werden kritisiert,

    Phase 2: Der Trainer wird zuerst in Frage gestellt, bevor unmittelbar darauf, sein endgültiger Rauswurf gefordert wird,

    Phase 3: Die Vereinsführung, samt allen anhängenden Gremien, wird als „ohnehin immer schon völlig unfähig“ erkannt.

    Bei so viel diagnostizierter Unfähigkeit stellt sich neutralen Beobachtern zwangsläufig die Frage, wen oder was wollen die „von sich selbst besoffenen“ Fans eigentlich noch anfeuern? Sich selbst?

    Aber all´ die fachkundigen Fans kennen nicht nur hunderte von Problemen, sie kennen auch die denkbar einfachste Lösung für alle ihre Sorgen: Geld! Dummerweise wurden allerdings die „echten“ Sponsoren, sprich diejenigen, die nennenswerte Beträge lieferten, in den letzten Jahren dauerhaft vergrault. Nicht nur durch den sportlichen Niedergang, sondern und insbesondere auch, durch die „ganz speziellen“ Fangruppierungen und den damit verbundenen, nicht enden wollenden Begleiterscheinungen. Hinzu kommt noch, dass man mittlerweile in einer „Amateurliga“ spielt, eine Begrifflichkeit, die sich mir angesichts der immer noch anhaltenden millionenschweren Zuschüsse durch die Stadt Aachen, allerdings bis heute nicht erschließt. Würde die Schuldenschüssel an der Krefelder Straße nach ihrem größten Sponsor benannt, hieße sie heute „Bund der Steuerzahler“. Peinlicherweise verfügt der Rat der Stadt Aachen über keinerlei Mandat, welches eine dauerhafte, nicht enden wollende Steuergeldverschwendung für einen Sportverein rechtfertigen würde.

    Wie es bei der FIFA mit einem gesunden Rechtsempfinden aussieht, wird uns in Form unglaublicher Enthüllungen, beinahe tagtäglich vor Augen geführt. Angeblich ist die 4.Liga eine reine Amateurliga, jedenfalls findet sich dieser Begriff in der Satzung des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes, der hierfür verantwortlich zeichnet. Wie der WFLV die Begriffe „Wettbewerbsverzerrung“ und „fairer Wettbewerb“ schreibt, wäre durchaus wissenswert, angesichts der Tatsache, dass Kader mit reinen Amateuren auf vollständig mit Voll-Profis besetzte Kader treffen.

    „Es wird noch teurer für Euch, wenn Ihr uns nicht erneut helft.“ – Dieser Leitsatz gilt seit ewigen Zeiten schon und hat bis heute nichts von seiner Faszination und Schlagkraft verloren.

    „Das unverzichtbare Aushängeschild der Stadt Aachen“ als rhetorischer Papperlapapp ist dagegen in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen. Zu lange haben die besonderen „schrägen“ Fans der Alemannia den Verein, die Stadt und die ganze Region bundesweit in Verruf gebracht. Die Stadt Aachen versucht angeblich – wie auch immer – den Wissenschaftsstandort in den Vordergrund zu rücken. Printen und Pferdestadt alleine sind auf Dauer scheinbar nicht seligmachend.

    „Hartz 4-Empänger wohnt in Schloss Neuschwanstein“, - sie denken nicht daran, aus dem neuen Stadion auszuziehen, obwohl sie dessen Betriebskosten nicht einmal annähernd zahlen können. Gestern nicht, heute nicht und zukünftig, aller Voraussicht nach, auch nicht. Ein theoretisch möglicher Aufstieg in die 3.Liga wäre eine weitere sichere Totgeburt. Die 3.Liga ist bundesweit unbeliebt, weil die Kosten um mithalten zu können, exorbitant ansteigen, die Einnahmen aber deutlich darunter bleiben.

    Das Geringste wäre ein Mindestmaß an Transparenz über die tatsächliche Finanzsituation und aller konkreten Hilfen durch die Stadt Aachen, aber … Pustekuchen.

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