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Aachen
Alemannia zieht Konsequenzen aus Verbandsstrafe

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Alemannia Aachen, Alemannia Aachen
Foto: Thorsten Tillmann

Alemannia Aachen zieht Konsequenzen aus der Verbandsstrafe über 4.000 Euro wegen den Verfehlungen einiger seiner „Fans“ beim Auswärtsspiel in Wuppertal am 5. September 2016.

Dem Verein wurde bei jeglichen weiteren Verfehlungen seiner Fans in Bezug auf Gewalt, dem Abbrennen von Pyrotechnik/Feuerwerkskörpern oder dem Werfen von Gegenständen eine harte Strafe bis hin zu Zuschauerausschlüssen angedroht.

Die fünf schweren Vorfälle der letzten 15 Monate gefallen dem WDFV verständlicherweise genauso wenig wie der Alemannia. Dazu zählen u.a. Pyro-Aktionen, die immer nach dem gleichen Muster durchgeführt werden: Es wird eine Blockfahne oder umfunktionierte Schwenkfahne im Block hochgezogen, darunter vermummen sich die späteren Straftäter und zünden Pyrotechnik. Den hieraus resultierenden Schaden hat dann der Verein, weil die Täter nicht immer identifiziert werden können.

Das wird die Alemannia nicht weiter hinnehmen. Nach vielen Gesprächen mit verschiedensten fachkundigen Personen ist man zu dem Entschluss gekommen, keine Kollektivstrafen gegen einzelne Gruppierungen auszusprechen, da so womöglich auch Personen bestraft werden würden, die keinerlei strafrelevanten Tätigkeiten ausgeführt oder dabei mitgewirkt haben.

Die Alemannia hat sich dazu entschlossen, die Ursache zu bekämpfen. Bis zum Saisonende 2016/17 werden deshalb bei allen Auswärtsspielen (egal ob bei Freundschaftsspielen, im Bitburger Pokal oder in der Regionalliga West) nach Rücksprache mit den jeweiligen Gastvereinen keinerlei Blockfahnen, Zaunfahnen, Schwenkfahnen, Spruchbänder oder Banner zugelassen.

Es herrscht dementsprechend für die verbleibenden Auswärtsspiele der laufenden Saison ein striktes Verbot, diese Gegenstände mit ins Stadion zu nehmen. Bei Zuwiderhandlungen wird der Klub harte Strafen aussprechen müssen, die bis hin zu Kollektivstrafen für einzelne Fanclubs/Fangruppierungen reichen.

Leider sieht sich die Alemannia zu dieser Maßnahme gezwungen, auch wenn sie leider viele der treuen, fairen und friedlichen Fans und Unterstützer trifft. Die Alemannia bittet alle Fans, die Spiel für Spiel friedlich die Mannschaft unterstützen, um Verständnis. Die Maßnahme wird wieder aufgehoben, wenn sich die gesamte Fanszene bei den verbleibenden Spielen der Saison 2016/2017 sowohl auswärts als auch am Tivoli friedlich und fair verhält.

(1) Kommentar

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
13 Rot-Weiss Essen 1 0 0 1 1:2 -1 0
14 Bonner SC 1 0 0 1 1:2 -1 0
15 Alemannia Aachen 1 0 0 1 1:2 -1 0
16 SG Wattenscheid 09 1 0 0 1 0:1 -1 0
17 TV Herkenrath 1 0 0 1 1:3 -2 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
13 Rot-Weiss Essen 0 0 0 0 0:0 0 0
14 1. FC Köln II 0 0 0 0 0:0 0 0
15 Alemannia Aachen 0 0 0 0 0:0 0 0
16 TV Herkenrath 0 0 0 0 0:0 0 0
17 Bonner SC 1 0 0 1 1:2 -1 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
14 Bonner SC 0 0 0 0 0:0 0 0
15 Rot-Weiss Essen 1 0 0 1 1:2 -1 0
16 Alemannia Aachen 1 0 0 1 1:2 -1 0
17 TV Herkenrath 1 0 0 1 1:3 -2 0
18 SV Straelen 1 0 0 1 0:2 -2 0

Transfers

Alemannia Aachen

Alan Stulin

Abwehr

07/2018
07/2018
Alemannia Aachen

war ausgeliehen

07/2018
Alemannia Aachen

war ausgeliehen

07/2018

Alemannia Aachen

01 A
Viktoria Köln
Sonntag, 29.07.2018 14:00 Uhr
2:1 (-:-)
01 A
Viktoria Köln
Sonntag, 29.07.2018 14:00 Uhr
2:1 (-:-)

Torjäger

Alemannia Aachen

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • franzwirtz 30.10.2016 20:39 Uhr
    Unbeschreiblich arrogant und dumm ...

    „Habt Ihr keine anderen Sorgen?“, - möchte man ausnahmslos alle Beteiligten fragen. Als „bekennender Nicht-Fan“ erlaube ich mir, die Meinung eines Außenstehenden zu beschreiben, der mit dieser Meinung sicherlich nicht alleine dasteht.

    Dieser Verein hat bereits eine unglaublich lange Liste von Skandalen abgearbeitet, von denen leider viele eindeutig unterhalb einer empfundenen „guten Geschmacks-Ebene“ lagen. Neben der kostspieligen Insolvenz und deren Begleitumstände waren die skandalösen Streitereien konkurrierender Fan-Gruppierungen die wohl abscheulichsten Vorkommnisse, mit denen dieser Verein sich nicht nur selbst bundesweit bis auf die Knochen blamiert hat, die Stadt Aachen und die gesamte Region wurden ebenso in Mitleidenschaft gezogen.

    Aktuell steuert man wieder einmal zielsicher der nächsten finanziellen Katastrophe entgegen und diskutiert, gleichermaßen ungeniert wie ergebnislos, seit Monaten bereits den Verkauf der Profi-Fußball-GmbH. Genau in dieser Phase erlauben sich die sagenhaften „Weltbesten Fans der Welt“ schon wieder eine Demonstration ihrer Grabenkämpfe, die sie nicht nur weiterhin unverzagt untereinander austragen, sondern selbstredend auch gegen das Establishment, sprich gegen die Verantwortlichen im Vorstand.

    „Habt Ihr noch alle Tassen im Schrank?“, - die Frage wäre durchaus angebracht. Ich gehöre nachweislich nicht zu den größten Befürwortern der aktuellen Führungsriege, aber hinsichtlich deren Bemühungen, sich den Anhängern der Pyro-Technik durch konkrete Maßnahmen entgegen zu stellen, findet uneingeschränkt meine Zustimmung. Ob und wie dieses Bemühen hätte anders gestaltet werden können, ist völlig zweitrangig. Der Vorstand wird am Ende der Saison zur Verantwortung gezogen, entsprechend hat er das Recht und die Pflicht, allen Störenfrieden die Grenzen aufzuzeigen.

    In früheren Jahren wollten sich damals Verantwortliche bei erkennbaren „rechten“ Fan-Problemen besonders clever aus der Verantwortung stehlen, als sie behaupteten, Fußball sei generell unpolitisch. Sie glaubten, sich in einer solch feigen Art und Weise um eine erforderliche Stellungnahme und um eine eindeutige Positionsbestimmung drücken zu können. Ein Irrglaube in vielerlei Hinsicht, wie sich später herausstellte.

    Zuerst kommt der Verein, dann seine Fans. Dass die Fans nicht zwangsläufig den Verein abbilden, wird spätestens dann greifbar, wenn gegenläufige Gruppen aufeinander treffen. Konnte man früher noch zwischen „rechts“ und „links“ wählen, muss man sich heute anscheinend mit der richtigen „Wink- und Wedel-Technik“ beim frenetischen Dauer-Jubeln beschäftigen. Folgt man den Diskussionen in den verschiedenen Foren gewinnt man schnell den Eindruck, dass viele so genannte Fans, insbesondere aus der Gruppe der Überzeugungstäter und Chefideologen, lediglich eine Bühne zur Selbstdarstellung und für ein ihrer Meinung nach vergnügliches Gemeinschaftserlebnis suchen.

    Was auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, ist in Wirklichkeit ein Kampf um Macht. Jeder weiß, mit welch drängenden realen Problemen sich der aktuelle Vorstand abmüht und wie schwer er sich seit Jahren bereits mit einigen „Problemfans“ tut. Alle, die unter den aktuell schwierigen Bedingungen weiterhin und vorrangig an gutem Fußball interessiert sind, sollten diesbezüglich Farbe bekennen und sich solidarisch dem Vorstand gegenüber zeigen.

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