Startseite

Biographie des legendären Watschlers vorgestellt
Herr Lippens, wir danken Sie!

Seite: 2 von 2

„Es kann nicht alles verkehrt gewesen sein…“. Willi Lippens im Gespräch

Willi Lippens, wie fühlt man sich, wenn man seine eigene Biografie in den Händen hält?

Auch nicht viel anders als vorher. Die Geschichten kannte ich ja alle schon. (Lacht.) Aber Spaß beiseite: Es ist eine Ehre, ein Buch über sich selbst in den Händen zu halten. Vor allem glauben auch alle wie der Klartext-Verlag und mein Freund Dietmar Schott, dass dieses Buch die Menschen noch interessieren wird. Dieses Vertrauen ist doch eine wunderbare Bestätigung für einen, der von der großen internationalen Karriere verschont geblieben ist und auch nie die spektakulären Erfolge feiern konnte. Vom Tabellenstand bin ich in der Bundesliga ja nie über den siebten Platz hinweggekommen.

Trotzdem gehören Sie zu den zwanzig bekanntesten Fußballern der 1970er Jahre. Woran liegt das?

Willi Lippens signiert geduldig seine Biografie, September 2008.

Das ist eine gute Frage, die aber in erster Linie mein Biograf beantworten muss. Irgendetwas muss da in meiner Art und Weise, Fußball zu spielen, gewesen sein, was den Leuten im Gedächtnis haften geblieben ist. Für mich ist diese „Bekanntheit“ auch eine späte Bestätigung dafür, dass ich meine Volksnähe, die ich immer gehabt habe und die mich bei allem „normalen“ Vertragspoker jahrelang an der Hafenstraße gehalten hat, nicht bereuen muss. Es kann also nicht alles verkehrt gewesen sein, was ich gemacht habe.

Gibt es auch etwas, was Sie heute noch ärgert?

Kaum. Die Treue zu Rot-Weiss Essen habe ich zum Beispiel nie bereut. Ich kam ja 1979 für einen Apfel und ein Ei aus den USA zurück, um als alter Mann wieder an der Hafenstraße zu kicken. Ich wollte dem Verein etwas von dem zurückgeben, was er mir gegeben hatte. Denn RWE habe ich ohne Zweifel, viel zu verdanken. Noch heute höre ich, wenn der Wind richtig steht, auf meinem Hof „Mitten im Pott“ den Torjubel an der Hafenstraße. Das gibt mir das Gefühl von Heimat. Was mich ein bisschen ärgert ist die Tatsache, dass ich 1974 auf Mallorca war und nicht in München beim Endspiel. Wenn ich für Holland gespielt hätte, wäre ich wohl danach der einzige Weltmeister in Deutschland gewesen. (Lacht.)

Text und Gespräch: Ralf Piorr

Seite 1 2

RevierSport Fussballbörse

Verein sucht Spieler
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Verein sucht Spieler
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.