Und mit dem einen Punkt konnte RWO nach dem 1:1 gegen 1860 München auch gut leben. Denn auf der einen Seite spielte die Konkurrenz für die „Kleeblätter“, zum anderen zeigte die Formkurve nach zuletzt vier schwachen Auftritten vor allem in den ersten 45 Minuten in die richtige Richtung.
Die logische Konsequenz war das frühe 1:0 durch Christopher Nöthe, der nach den 90 Minuten bilanzierte: „Die erste Hälfte war super, es hat vieles wieder geklappt. Wir waren spielerisch gut dabei, haben im Mittelfeld Überzahl geschaffen und vorne verdient das 1:0 gemacht. Wir hatten sogar die Chancen, um einen zweiten Treffer nachzulegen.“
Aber Nöthe, Mike Terranova und Markus Kaya verzogen, dafür klingelte es nach einer Ecke völlig unerwartet im eigenen Kasten. Die raumorientierte RWO-Deckung befand sich im kollektiven Tiefschlaf und Torben Hofmann bedankte sich per Kopf. Nöthe: „Da haben wir alle nur zugeschaut, auch ich stand dabei. Das musste nicht sein.“
Oberhausens Coach Jürgen Luginger betonte: „Vor der Pause haben wir klasse gespielt und uns Möglichkeiten erarbeitet. Nach zwei Niederlagen ist das nicht selbstverständlich. Dann bringen wir uns mit dem 1:1 leider selber in Bedrängnis.“ Und die „Löwen“ zurück in die Partie, die sie nach dem Wechsel sogar dominierte.
1860-Trainer Uwe Wolf bilanzierte: „Der erste Durchgang ging klar an RWO. Wir haben nie ins Match gefunden und zu wenig in die Begegnung investiert. Nach dem Wechsel waren wir aggressiv und viel präsenter. Uns war kein Weg zu weit und es gab einige Gelegenheiten. Trotzdem hatte RWO die letzte Chance, da hatten wir das nötige Glück.“

Foto: mmb.
Und zwar in Minute 90 nach einer Vorarbeit von Terranova. Aber Julian Lüttmann verpasste in der Mitte und so blieb es beim 1:1. Luginger: „Nachher haben sich beide Teams neutralisiert, das war nicht besonders attraktiv. Aber wir wollten punkten, das haben wir getan, ich kann mit dem Ergebnis leben.“ Gleiches gilt auch für Nöthe, der mit Blick auf seinen Treffer sagte: „Ich habe gesehen, der Torwart steht etwas weiter vorne. Dann habe ich nicht lange überlegt und ihn einfach rechts oben reingehauen. “
Eine Bude, die für den Stürmer ganz wichtig war. Ist doch die Zukunft des vom BVB ausgeliehenen Kickers weiter ungeklärt. Nöthe erklärt: „Ich weiß noch überhaupt nicht, wo ich in der neuen Saison spiele. Es gibt keine Tendenz. RWO hat mit Dortmund gesprochen, aber noch keine Rückmeldung erhalten. Ich kann nur Leistungen anbieten, den Rest wird man dann sehen.“ Wobei Nöthe zugibt: „Am liebsten wäre mir eine Entscheidung schon gestern gewesen. Aber was soll ich machen, wenn die Borussia noch wartet?“




