Startseite

Kalle Riedle über seinen Sohn Alessandro
"Er ist ein Diamant"

Seite: 2 von 3

Wann haben Sie gemerkt, dass Alessandro genug Talent hat, es in die Bundesliga zu schaffen?

Als er ein ganz junger Spund war, so zwischen 4 und 8 Jahren, habe ich gedacht, er wird mal ein ganz Großer. In dieser Zeit waren wir gerade nach England gezogen, und ich habe viel mit den Kindern im Garten gespielt, da war er für sein Alter sensationell. Dann hatte er leider ein schlechtes Erlebnis und fast mit dem Fußball aufgehört. In diesen zwei Jahren ist er ein bisschen auseinander gegangen, dann kam auch noch die Pubertät dazu. In dieser Zeit hat er in seiner Entwicklung eine Menge liegen gelassen, was er jetzt wieder aufholen muss. Aber in den letzten drei Jahren konnte man dann schon sehen, dass er was kann. Er hat sich wahnsinnig weiterentwickelt, vom Körper und seiner Einstellung her. Er hat einen großen Ehrgeiz und will unbedingt. Das sind gute Merkmale, aber er muss sicher auch noch einiges lernen.

Was sind die fußballerischen Stärken Ihres Sohnes? Hat er Ihre legendäre Sprungkraft und das starke Kopfballspiel geerbt?

Er ist relativ kalt vor dem Tor, hat einen super Abschluss und einen sehr guten rechten Fuß, der linke ist noch verbesserungsfähig. In der Luft hat er eigentlich die gleiche Gabe wie ich und kann absolut hoch springen, aber auf dem Platz zeigt er das noch überhaupt nicht. Daran muss er noch arbeiten, aber die Fähigkeit hat er. Er weiß noch nicht genau, wo die Bälle hinkommen. Dieses blinde Verständnis, das ein Stürmer haben muss, zu riechen, wo die Bälle landen werden, das fehlt ihm noch. Für ihn ist jetzt entscheidend, dass er viele Spiele hat. Da ist die Dritte Liga perfekt, weil er da genügend Spielpraxis hat und auch die nötige Härte kriegt, die er dann braucht, um oben zu bestehen.

Das heißt, wir werden Alessandro in der nächsten Saison noch nicht in der Bundesligamannschaft des VfB Stuttgart im Einsatz sehen?

Man weiß es nie, vielleicht geht es auch viel schneller. Ich habe Lionel Messi damals bei einer Nachwuchs-WM in Holland gesehen und schon gemerkt, dass er ein guter Spieler ist. Aber ich hätte nie gedacht, dass er in einem Jahr so einen großen Schritt macht. Bei so jungen Spielern ist die Entwicklung immer schwer zu beurteilen.

Also ist Alessandro in zwei Jahren auch ein Weltstar wie Messi heute?

Das glaube ich nicht, aber es ist alles möglich. Sein Körper ist gut. Er muss noch ein bisschen schneller werden, obwohl er eigentlich von unten heraus einen guten Antritt hat. Er ist ein Diamant, aber er muss noch geschliffen werden. Nur dann kann er es auch schaffen.

Haben Sie Angst, dass Alessandro immer an Ihren Leistungen und Erfolgen gemessen wird und an den hohen Erwartungen zerbricht?

Er wird wahrscheinlich schon hin und wieder mal mit mir verglichen werden, aber ich habe ihn inzwischen schon abgehärtet. Solche Sachen gehen bei ihm in einem Ohr rein und im anderen wieder raus, und genauso sollte es auch sein.

Benjamin Kirsten, der Sohn ihres ehemaligen Sturmpartners in der Nationalmannschaft, Ulf Kirsten, steht bei Dynamo Dresden im Tor. Ist es für ihn vielleicht einfacher, weil er auf einer komplett anderen Position spielt und nicht ständig mit seinem Vater verglichen werden kann?

Das kann ich schwer beurteilen. Klar wird es weniger Vergleiche geben, weil Ulf ja nie im Tor gespielt hat, da gibt es weniger Parallelen. Bei Alessandro stand das aber nie zur Diskussion. Er war schon immer Stürmer.

Seite 1 23

RevierSport Fussballbörse

Verein sucht Spieler
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Verein sucht Spieler
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht
Testspielgegner gesucht

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.