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Auf weniger als die Hälfte aller benoteten Einsätze kamen
Philipp Heerwagen (3 Einsätze/3 benotete/Durchschnittsnote: 2,66):
Natürlich hatte er sich von dieser Saison mehr versprochen als drei Einsätze. Dafür waren es aber zum Schluss die Partien mit Fingerzeig auf die kommende Saison. Gegen Frankfurt hielt er mit Glück und Geschick den Kasten sauber. In Köln zum Abschluss sogar überragend, mit vielen tollen Paraden, die seine Ambitionen unterstrichen.
Thomas Zdebel (12/8/2,75):
Der Ex-Kapitän kam zu Saisonbeginn nur als Teilzeitarbeiter zum Einsatz, wusste gegen Ende der Hinrunde aber zu überzeugen. Dennoch musste der Routinier gehen, weil er gegen Trainer Marcel Koller schlechte Stimmung machte.
Joel Epalle (22 Einsätze/ 16 benotete/ Durchschnittsnote: 2,94):
War in der Rückrunde so wichtig für den VfL. Mit seinem nimmermüden Kampfgeist und der Zweikampfstärke riss er die Kollegen mit und holte das Publikum aus mancher lethargischen Phase. Zwei Tore und fünf Vorlagen unterstreichen seine Effektivität. Wenn der Kameruner mehr Unterstützung von seinen Offensiv-Kollegen bekäme, wäre er noch unberechenbarer und kaum auszuschalten. Dabei grundsätzlich eher ein Vorbereiter als ein Vollstrecker.
Patrick Fabian (5/2/3,0):
Mehr als ein Schnupperkurs im Oberhaus. Bei seinen fünf Einsätzen gleich auf der Höhe. Vor allem in Gladbach machte er mit einer fehlerlosen Partie sein Gesellenstück. Endlich mal wieder einer aus dem eigenen Nachwuchs, der dem VfL weiter helfen kann. Der 21-Jährige wird in der neuen Saison sicher wieder seine Chancen erhalten.
Oliver Schröder (13/11/3,36):
In seiner letzten Saison beim VfL wieder mit viel Verletzungspech. Einige ansprechende Leistungen im Mittelfeld oder hinten rechts, aber zu wenig, um sich durchsetzen zu können. Auffallend: Bestritt nur 13 Zweikämpfe pro Spiel, für einen Abwehrspieler ligaweit ein Tiefstwert.
Philipp Bönig (18/15/3,40):
Im sechsten Jahr seines Wirkens beim VfL verlor er seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite an Christian Fuchs. Koller gab ihm auch – mangels Alternativen - einige Chancen im Mittelfeld. Bei allem Bemühen bleibt die unterirdische Bilanz von keinem Tor und einer (!) Vorlage in 130 Bundesligaspielen. Aber: In der Schlussphase der Spielzeit raffte er sich - obwohl auch angeschlagen - zu kämpferisch eindrucksvollen Leistungen auf, die frenetisch von den Fans bejubelt wurden. Ist so auf eine ganz kuriose Weise auf dem Weg zum „Kultspieler“.
Matias Concha (15/14,3,64)
Der schwedische Nationalspieler konnte - verletzungsbedingt - nie seinen wahren Wert für den VfL nachweisen. Immerhin kam er in der Rückrunde zu 13 Einsätzen. Am Schluss ließ er erahnen, dass er noch richtig wertvoll werden kann. 56% gewonnene Zweikämpfe sind für einen Außenverteidiger eine gute Bilanz. Mit zunehmender Frische und Kraft konnte er auch nach vorne etwas bewegen. Koller wird ihn für die kommende Saison auf der Rechnung haben.
Diego Klimowicz (11/10/3,70):
Der im Winter aus Dortmund geholte Hoffnungsträger erfüllte im Großen und Ganzen die Erwartungen. Wenn er traf - immerhin noch viermal – verlor der VfL nicht. Kam allerdings auch nur zu elf Einsätzen, weil er mit etlichen muskulären Problemen zu kämpfen hatte. Vielleicht hat er beim VfL in der kommenden Saison genau die Joker- Rolle inne, die er beim BVB so gehasst hatte. Immerhin wird der Argentinier mit spanischem Pass in einigen Wochen auch schon 35 Jahre alt.
Shinji Ono (8/4/3,75):
Der Japaner ist weiterhin nicht wirklich zu bewerten, weil er quasi durchgehend verletzt ist. Eine einzige Torbeteiligung seit seinem Debüt im Februar 2008. Asiens Fußballer des Jahres 2002 ist im VfL-Trikot eine einzige Enttäuschung.
Sinan Kaloglu (18/9/3,77):
Hatte nur eine starke dreiwöchige Phase im Herbst, in der er seine fünf Scorerpunkte sammelte und man beim VfL schon hoffte, eine neue „Waffe“ entwickelt zu haben. Doch für den Rest der Saison meldete sich der Türke, der schon Champions League spielte, weitgehend ab. Gewann nur 31 Prozent seiner Zweikämpfe - nur Dortmunds Zidan war da schwächer. Blieb nach seinem „goldenen“ Herbst in 15 Spielen ohne Torbeteiligung.
Marcin Mieciel (12/9/3,77):
Ganz selten mal mit Leistungen, die ihn als eine Alternative im Angriff erscheinen ließen. Zum Schluss spielte er überhaupt keine Rolle mehr. Als Joker stets ohne Wirkung.
Dennis Grote (20/8/4,12):
Der Dauerjoker bleibt weiter ein gutes Stück von einem Stammplatz entfernt (nur sechsmal in der Startelf ). Ist in der Defensive einfach zu labil, um größere Ansprüche zu stellen. Zudem mit der höchsten Fehlpass-Quote im Team. Immerhin: Seine drei Treffer bedeuten einen persönlichen Saisonrekord. Und die Tore in München zum 3:3 und in Gladbach zum 1:0-Sieg waren für den VfL ganz wichtig.
Vahid Hashemian (16/11/4,18):
Der „Hubschrauber“ stürzte völlig ab. Gab in 16 Einsätzen ganze 15 Torschüsse ab – ein unfassbarer Wert für einen Stürmer, der fast über die gesamte Spielzeit nur noch die Karikatur seiner selbst war. Und dann köpft er mit seinem 1:0 gegen Frankfurt (sein erstes Tor nach 18 Monaten) den VfL Richtung Klassenerhalt. Weil er in diesem Spiel auch eine sehr gute Leistung zeigte, hoffen viele noch auf bessere Zeiten für den Iraner. Doch die Stürmersuche beim VfL zeigt auch, dass die Verantwortlichen nach den Darbietungen dieser Saison keine allzu großen Erwartungen mehr in den Rückkehrer setzen.
René Renno (1/1/5,0):
Bei seinem einzigen Einsatz in Frankfurt musste der Keeper vier Gegentreffer schlucken. Zeigte sich zuletzt im Regionalliga-Team in starker Verfassung, darf sich aber kaum Hoffnungen auf weitere Einsätze bei den Profis machen.

