Bevor Achim Kontermann zum Saisonende den VfB verlassen wird und Anfang Juli seinen Anker einige Kilometer flussaufwärts bei den BW Weseler Zebras (Bezirksliga 9 Niederrhein) werfen wird, tippt der gebürtige Essener noch einmal die Bezirksliga 6. Für seine Elf ist drei Wochen vor dem Ablauf der Meisterschaft alles erledigt.
Mit der 1:5 (0:3)-Klatsche bei der Aachener Reserve ist der Abstieg des VfB endgültig besiegelt. Hombergs Sportlicher Leiter Rainer Vervölgyi musste designiert feststellen: "Der Truppe fehlte einfach der Biss. Man konnte nicht erkennen, dass es für uns um alles ging." Ganz anders trat die Alemannia auf.
Das 1:1 (0:0)-Remis zwischen dem WSV Borussia II und dem VfB Homberg war für beide Teams eigentlich zu wenig, für Schiedsrichter Andreas Stattrop war es aber offensichtlich zu viel. Denn der stand nach dem Schlusspfiff im Kreuzfeuer der Kritik. Was mittlerweile gang und gebe beim unterlegenen Team ist, hatte in diesem Fall aber einen konkreten Grund.
Nach dem Coup gegen Leverkusen II kann der VfB Homberg den heutigen Sonntag noch einmal zur Konzentration nutzen. Denn da die Frauen-Bundesliga-Elf gegen Schönebeck antritt, musste die Partie gegen den WSV Borussia II auf Dienstag Abend verschoben werden. "Das ist kein Problem", hat VfB-"Boss" Thomas Bungart keine Sorgen, dass die Freizeit seiner Mannschaft schaden wird.
Der VfB ist wieder da. Am getsrigen Mittwoch meldete sich Homberg mit dem 2:1 (0:0)-Sensations-Dreier bei der Leverkusener Reserve eindrucksvoll im Rennen um die NRW-Liga zurück. Sebastian Radtke (77.) und Ercan Aydogmus (90.) ließen „Boss“ Thomas Bungart jubeln. „Wir sind wieder dran“, strahlte
der erste Vorsitzende und stellte fest:
Nach der erneuten Pleite gegen Uerdingen haben die Verantwortlichen in Homberg das Kapitel NRW-Liga beendet. "Das Thema ist erledigt", redet VfB-"Boss" Thomas Bungart nicht um den heißen Brei herum. "Wir planen jetzt konkret für die Verbandsliga, wollen uns aber noch vernünftig verabschieden."
Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist es auch amtlich: Michael Boris wird den VfB Homberg im Sommer verlassen. Der Trainer ist es aus seiner Zeit in Emden gewohnt, unter Profibedingungen zu trainieren. "Und damit meine ich nicht die Trainingsmöglichkeiten, sondern die Einstellung der Spieler", erklärt Boris, der nach nur einem Jahr Duisburg wieder verlässt.
Sieben auf einen Streich! Die Reserve des VfB hat ihr Nachholspiel gegen das Kellerkind KSV Paschaspor deutlich für sich entscheiden können. Dabei erlebten die Zuschauer auf der Platzanlage am PCC-Stadion ein wahres Torfestival. Ganze zehn Mal zappelte der Ball im Netz. Dennis Balzer und Maik Winzer trafen beim 7:3 der Hausherren gleich doppelt für ihr Team.
Zwei Teams aus Duisburg waren gestern Abend im Einsatz. Und zweimal setzte es eine Niederlage. Der OSC Rheinhausen, derzeit abgeschlagener Letzter der Bezirksligagruppe 6, konnte im Auswärtsmatch bei der DJK St. Hubert zwar keine Punkte ergattern, hielt die Partie aber lange offen und konnte durch Mummereit nach einer Viertelstunde sogar in Führung gehen.
Das Abstiegsderby zwischen Speldorf und Homberg hat wohl den Abgang der Hausherren zur Folge. Denn die Mülheimer mussten sich am gestrigen Mittwoch Abend im Nachholspiel gegen die Duisburger mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Während auf der einen Seite damit die Planungen für die Niederrheinliga in Angriff genommen werden, kann Homberg weiter auf die NRW-Klasse hoffen.
Wenn der VfB Homberg am heutigen Sonntag das Top-Team aus Mönchengladbach empfängt, muss sich Coach Michael Boris schon etwas ganz besonderes einfallen lassen. Denn die kleinen "Fohlen" lochten bislang schon 58 Mal ein – Ligaspitze. Und die Duisburger kassierten in den letzten fünf Partien 17 Einschläge – ebenfalls Rekord.
Im Kampf um die NRW-Liga-Quali muss sich der VfB noch mächtig strecken. Denn nach dem schwachen Auftakt im Jahr 2008 steht Homberg schon jetzt mit dem Rücken zur Wand. Sechs Punkte Rückstand zu Platz elf haben im "PCC"-Stadion die Alarmglocken zum Schrillen gebracht. Veränderungen müssen her.