Im Vorfeld einer Saison wird stets eifrig über die besondere Bedeutung eines gelungenen Meisterschaftsstarts philosophiert. Beim DSC hat diese Spielerei eine ganz brisante Note. Denn in der vergangenen Saison verpatzten die Herner mit dem miserablen Beginn die komplette Serie.
Und schon wieder gibt es Zuwachs beim DSC. Nach der Deutschen Annington, die vor wenigen Wochen als Sponsor präsentiert wurde (RS berichtete), kann der Wirtschaftsrat einen erneuten Coup präsentieren. Der Elektrofachmarkt Berlet wird sich ab sofort finanziell in Wanne-Eickel engagieren.
Die fußballlose Zeit ist nun auch beim DSC Wanne beendet. Und Thorsten Biermann blickt ganz entspannt auf die neue Saison. Denn der "Boss" hat Trainer Willi Koppmann und sein Team nicht unter Druck gesetzt. "Der Aufstieg ist bestimmt nicht vorgeschrieben. Wir wollen uns erst einmal in der neuen Liga akklimatisieren."
Seit dem 30. Juni ist der Transfermarkt geschlossen und damit stehen auch in den Westfalenligen die Kader weitgehend fest. Es können jedoch noch vereinslose Spieler verpflichtet werden, da diese von der Transferfrist nicht betroffen sind.
Der DSC Wanne wollte unbedingt Vize werden, weil sich der Club noch geheime Hoffnungen auf die NRW-Liga gemacht hat. Doch die gibt es nicht, da als Nachrücker erst einmal auf die sportlich nicht qualifizierten Clubs zurückgegriffen wird. "Dann werden wir den Aufstieg eben im nächsten Jahr in Angriff nehmen", ist Thorsten Biermann zwar enttäuscht, aber auch angriffslustig.
Mit dem Dreier gegen Erndtebrück ist der DSC Wanne auf dem besten Weg zur Vizemeisterschaft. "Wenn wir noch einmal so auftreten wie gegen den TuS, werden wir Zweiter. Ich bin jedenfalls optimistisch", zeigt sich Coach Willi Koppmann zufrieden.
Wirtschaftlich rüstet sich der DSC Wanne bereits für den Aufstieg. Denn die Club-Verantwortlichen haben für die neue Saison gleich zwei Großsponsoren an Land gezogen. "Mit einem Unternehmen sind wir uns bereits handelseinig", bestätigt Manager Dr. Jürgen Frech, der den Namen aber erst am Sonntag beim Spitzenspiel gegen Erndtebrück preisgeben will.
Die aktuelle Saison ist noch nicht beendet, doch die Verantwortlichen des DSC Wanne-Eickel legen ihre Hauptaugenmerk schon auf die kommende Spielzeit. Und dabei legen sie nicht nur Wert auf die Kaderzusammenstellung.
Denn dafür spielt der Etat eine Rolle. Und genau an dieser Basis arbeiten "Boss" Torsten Biermann und Co. eifrig und mit Erfolg.
Das vorgezogene Match gegen Rüdinghausen hatte sich Willi Koppmann anders vorgestellt. Am Ende ist das Remis gegen TuRa zu wenig. Der Trainer des DSC Wanne überlegt: "Der Sieg fehlt mir. Für uns geht es schließlich noch um Platz zwei, auch wenn er keine Bedeutung mehr haben dürfte. Da ist es schwierig.
Der DSC Wanne-Eickel sorgt am Sonntag für ein Novum. Denn Fernseh-Kultmoderator Günther Jauch wird mit seinem Team von „Stern TV“ zum Revier-Derby gegen den Lüner SV im Sportpark auflaufen. "Das ist eine großartige Geschichte für den Verein", strahlt DSC-Geschäftsführer Manfred Lange.
Im Herner Kreispokal sind nun alle Viertelfinalpartien terminiert. Den Anfang machen der FC Wanne und BG Schwerin (2. April, 19 Uhr). Einen Tag später gastiert Fortuna Herne bei Victoria Habinghorst. Am 15. April kommt es zum für viele neutralen Beobachter vorgezogenen Endspiel zwischen Wanne-Eickel und Westfalia Herne.
Das vergangene Wochenende wird Willi Koppmann nie vergessen. Und dabei spielt der 1:0-Arbeitssieg gegen den SV Herbede nur eine untergeordnete Rolle. Denn in der Nacht von Freitag auf Samstag ist der DSC-Trainer zum ersten Mal Vater geworden. "Um 3.51 Uhr war es so weit", sind Koppmann und seine Frau Nicole stolz.