Der VfB Hüls hat seine Startschwierigkeiten überwunden und pirscht sich langsam aber sicher ins tabellarische Mittelfeld. RS sprach mit Trainer Klaus Täuber.
Ein schöneres Geschenk hätte sich Horst Darmstädter zum 71. Geburtstag aus sportlicher Sicht wohl kaum wünschen können: Sein VfB Hüls holte im Abstiegsduell nicht nur wichtige drei Punkte, sondern tankte beim 2:0-Auswärtserfolg - in Hälfte zwei traf erst Krawietz, kurz vor Schluss auch noch Tuncay - auch jede Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.
Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Beiden Ruhrgebietsklubs half am Samstag nur ein Sieg. Dementsprechend motiviert zeigte sich Hüls-Coach Klaus Täuber vor der Partie: „Wir wollen den Auswärtssieg, denn wir haben es einfach verdient.“
Ganz Marl fiebert dem Samstag entgegen. Denn dann muss der VfB im Duell der Kellerkinder in Hamm ran. Dass die Spielvereinigung mit Hans-Werner Moors einen neuen Trainer an Land gezogen hat, ist für Hüls-Coach Klaus Täuber nicht optimal. „Vielleicht wäre es besser gewesen, eher gegen Hamm zu spielen: Denn jetzt will sich jeder dem neuen Mann anbieten und wird noch einmal eine Schippe drauflegen, um sich anzubieten.“
Es sollte für den VfB Hüls das Highlight der noch jungen Saison werden. Doch es wurde ein Debakel. Denn sportlich ging der Knaller gegen Siegen mit 2:3 (1:2) verloren und auch wirtschaftlich blieb der erhoffte warme Regen aus. Denn gerade einmal 430 Zuschauer kamen an den „Badeweiher“. Eine schlichtweg enttäuschende Kulisse. „Wir haben wieder alles umgeworfen, was wir uns aufgebaut haben“, ärgerte sich VfB-Trainer Klaus Täuber.
Nach wie vor ist das Lazarett des VfB Hüls gut gefüllt. Doch mit dem personellen Engpass hat sich Klaus Täuber mittlerweile abgefunden. Und aus diesem Grund nimmt er auch die 0:4-Ohrfeige gegen Bielefelds Reserve relativ gelassen zur Kenntnis.
Wer derzeit am Hülser „Badeweiher“ vorbeifährt, staunt nicht schlecht. Denn auf dem Platz geht es sehr übersichtlich zu. Die Verletzungsseuche hat den VfB nach wie vor im Griff. „Ich will aber nicht jammern“, winkt Trainer Klaus Täuber ab. „Natürlich haben wir personelle Probleme, aber die steckt die Mannschaft sehr gut weg. Die Improvisationen greifen.“
Na das kann ja lustig werden. Wenn die Reserve des MSV Duisburg am heutigen Sonntag ihre Visitenkarte am Hülser „Badeweiher“ abgibt, stehen die Vorzeichen für den heimischen VfB mehr als schlecht. Denn Trainer Klaus Täuber muss gleich auf fünf Abwehrspieler verzichten. „Selbst die Jungs, die als Notlösung auf dieser Position gedacht waren, fallen aus“, schüttelt er ungläubig den Kopf.
Die Sensation ist perfekt. Der VfB Hüls hat dem Spitzenreiter aus Aachen eine empfindliche Niederlage zugefügt und sich selbst mit dem ersten Saisondreier beschenkt. Der 2:1 (1:1)-Sieg bei der kleinen Alemannia beendet nämlich das Krisengerede am „Badeweiher“.
Für den VfB Hüls ist der Fehlstart komplett. Nach dem 0:2 (0:1) am gegen die bis dahin ebenfalls noch sieglose Düsseldorfer Reserve zieren die Marler zusammen mit der Hammer Spielvereinigung das Tabellenende der NRW-Liga.