Die Amateurfußballer in Bochum können aufatmen. Wie der Fußballkreis 13 in Person von Ulrich Jeromin am Abend mitteilte, hat man einen Ausweichtermin für die ursprünglich abgesagte Endrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft gefunden.
Dass Thomas Obliers seit einer Woche mit einem Grinsen durch die Gegend läuft, verwundert nicht. Schließlich erhielt der Wattenscheid-Trainer durch den Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale von seiner Mannschaft schon ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Das waren verdammt unterschiedliche emotionale Situationen. Während Thomas Obliers, Coach der SG Wattenscheid, das Grinsen nach dem 2:1 (0:1, 1:1)-Sieg nach Verlängerung im DFB-Pokal-Viertelfinale vor 1012 Zuschauern auf der Sportanlage am Stoppenberger Hallo beim Bundesligisten SG Schönebeck nicht mehr aus dem Gesicht bekam, verschwand SGS-Trainer Ralf Agolli nach dem Schlusspfiff vor sich hin grimmend in der Kabine.
Die Fußballfrauen von Bundesligist FCR Duisburg sind dank Matchwinnerin Turid Knaak ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen und haben damit weiter das Triple im Visier. Der UEFA-Cup-Halbfinalist gewann am Sonntag das Spitzenspiel im Viertelfinale gegen Bayern München nach einem hochdramatischen Spiel 6:5 (1:1, 0:1) im Elfmeterschießen.
Das Pokal-Viertelfinale zwischen der SG Schönebeck und der SG Wattenscheid am heutigen Sonntag (14 Uhr, Stadion „Am Hallo“) ist ohnehin ein Highlight für beide Vereine. Für Silke Tancyus und Daniela Löwenberg ist es gleichzeitig auch das Wiedersehen mit dem Ex-Klub.
Der letzte NRW-Liga-Spieltag in diesem Jahr droht zu großen Teilen ins Wasser zu fallen. Die Partien in Hüls, Schermbeck und Wattenscheid 09 sind abgesagt worden.
SGS-Coach Ralf Agolli brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Es ist für beide Klubs sicher das Spiel des Jahres.“ Gemeint ist das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen am kommenden Sonntag, 21. Dezember. Um 14 Uhr ertönt im Stadion „Am Hallo“ der Anpfiff für das Nachbarschaftsduell, in dem es keine Geheimnisse geben wird.
Nachdem die 09er am Sonntag die 84-tägige Negativserie gegen Delbrück endlichen beenden konnten, kommt am Freitag der Spitzenreiter aus Bonn. Toku: “Wir sind, wie am Anfang der Saison, klarer Außenseiter. Aber damals haben wir in Bonn einen Punkt geholt. Warum sollen wir die zuhause nicht schlagen?“
Mit Jonas Kaczenski (Studium in Bremerhaven) und Dimitri Steininger (voraussichtlich TuRu Düsseldorf) haben zwei Akteure die SG Wattenscheid 09 innerhalb der laufenden Saison verlassen.
Auch im elften Spiel in Folge konnte die SG Wattenscheid 09 am Mittwoch Abend nicht den Bann brechen und bleibt weiter sieglos. Grund für die Punkteteilung gegen Schermbeck: Eine absolut indiskutable Leistung in der ersten Hälfte.
Auch wenn Dirk Helmig ein solches Wort in diesem Zusammenhang nie in den Mund nehmen würde: Das Umfeld rund um die SG Wattenscheid 09 ist unzufrieden.
Der letzte „Dreier“ der 09er resultiert aus dem September, seitdem laufen die Lohrheide-Kicker der eigenen Form hinter her.