Im Interview erklärt der 22-Jährige, warum er damit eigentlich zufrieden ist - in der kommenden Saison aber mehr erwartet.
In der vergangenen Saison hatte ich bei einem Online-Managerspiel unter anderem Jonas Hofmann in meiner Mannschaft. Würden Sie mir das dieses Jahr auch empfehlen?
Ja (lacht). Ich weiß, dass Mats (Hummels, Anm. d. Red.) mich auch hatte, weil er wohl ein bisschen mehr noch erwartet hat. Dabei war es für mein erstes Jahr eigentlich ganz gut. Es ist ja nicht so, dass ich kaum gespielt habe. Für mich war das erste Jahr eine große Erfahrung und sehr lehrreich. Ich denke, dass Sie dieses Jahr in Ihrem Managerspiel noch mehr auf mich bauen können.
Sie galten vor einem Jahr als einer der Gewinner der Vorbereitung. Wie fällt in diesem Jahr die Bilanz aus?
Bis jetzt sieht es auf jeden Fall nicht schlechter aus als letztes Jahr. Einige sind verletzt, ein paar sind länger im Urlaub - dadurch war für uns Übrige klar, dass wir mehr spielen in der Vorbereitung. Und dass wir noch mehr im Fokus stehen, weil der Trainer eine kleinere Gruppe hat, die er besser überblicken kann. Bis jetzt ist alles perfekt gelaufen und ich hoffe, dass ich bis zum Ende verletzungsfrei bleibe.
"Ich traue mir das auf jeden Fall zu"
Als ein weiterer Gewinner galt im vergangenen Jahr Marvin Ducksch, der inzwischen verliehen wurde. Auch Moritz Leitner und Leonardo Bittencourt, mit denen Sie in ihrer Debüt-Saison oft auf dem Platz standen, sind nicht mehr da. Ist es für junge Spieler schwieriger geworden, sich beim BVB durchzusetzen?
Einfacher ist es sicher nicht geworden. Der Verein hat mit der Zeit immer größere Ansprüche, dadurch wird es für junge Spieler nicht leichter. Aber für mich ist trotzdem der Anspruch, den Schritt zu schaffen. Ich denke, da muss sich jeder einzelne junge Spieler selbst fragen, ob er sich das zutraut, es hier zu schaffen oder nicht. Und ich traue es mir auf jeden Fall zu.
26 Spiele, davon vier von Beginn an - das war ihre Bilanz nach der ersten kompletten Profi-Saison. Das wollen Sie doch sicher steigern?
Klar. Ich möchte meine Spielzeit erhöhen und auch mehr Spiele von Beginn an machen. Wobei ich ja eben schon gesagt habe: Für mein erstes Bundesligajahr und dann auch noch bei Borussia Dortmund ist es trotzdem beachtlich, so viele Einsätze zu haben. Es soll sich alles in Ruhe entwickeln.
Bislang blieb Ihnen aber meist die Rolle des Ersatzspielers. In der Hinrunde haben sie nach ihren Einwechslungen fast immer für Furore gesorgt, in der Rückrunde hat das längst nicht mehr so gut funktioniert. Warum?
Vielleicht habe ich am Anfang, als ich neu war, noch ein Stück weit befreiter aufspielen können und es fiel mir etwas leichter. Ich weiß nicht genau, warum es gegen Ende dann nicht mehr so gut gelaufen ist, das passiert wohl eher im Unterbewusstsein, dass man sich vielleicht zu viele Gedanken macht. Geplant war das anders. (lacht)




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