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Setzt man sich da zu sehr unter Druck, weil man dem Trainer in der kurzen Einsatzzeit beweisen will, dass man auch von Beginn an spielen könnte?
Ja, schon. Aber so gut, wie es am Anfang gelaufen ist, kann es auch nicht immer klappen. Vielleicht bin ich in der Hinrunde da noch ein bisschen ruhiger geblieben und habe nicht gedacht: Geh jetzt da rein und zeig alles, was du kannst. Sondern: Bleib ruhig, finde erstmal ins Spiel rein.
Zur neuen Saison hat der BVB einige hochkarätige Neuzugänge geholt, gerade auch für die Offensive. Was ist Ihr erster Eindruck?
So viel unterhalten kann man sich noch nicht mit ihnen. Ciro spricht bislang ja nur italienisch, wobei ich heute am Esstisch gehört habe, dass er schon ein paar Wörter gelernt hat...
"Torschütze" kann er schon, hat er uns verraten.
(Lacht) Ja, das kann er. Ji kann Englisch, versteht eigentlich alles, das klappt ganz gut. Und Adrian Ramos ist ein ganz, ganz Ruhiger und Netter, wobei er mit 28 schon eher älter ist. Alle drei sind noch ein wenig zurückhaltend, aber das ist ja völlig normal. Trotzdem bringen sie sich gut ein und wir versuchen auch, sie gut zu integrieren, weil sie ja für uns enorm wichtig sein werden. Vor allem in der Offensive, wo sie Lewy (Robert Lewandowski, Anm. d. Red.) ersetzen müssen.
Gutes Stichwort. Was halten Sie denn sportlich von den Beiden?
Ji und Adrian habe ich ja schon in der Bundesliga gesehen, die kenne ich ja beide. Ji hat ja sogar gegen uns getroffen...
Zum 2:2 in seinem ersten Saisonspiel 2013/2014 für den FC Augsburg...
Echt? Gut, das sagt ja alles. Und Adrian halte ich persönlich für einen richtig guten Stürmer, der bringt alles mit, was ein Stürmer braucht. Das hat man heute auch auf dem Trainingsplatz wieder gesehen. Ciro habe ich bislang leider nur bei der Weltmeisterschaft gesehen, da war ja leider Italien nicht so überzeugend. Von daher muss man abwarten, was möglich ist, wenn er sich richtig integriert hat.
Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang sind jetzt seit einem Jahr dabei. Erwarten Sie die beiden stärker als im ersten Jahr?
Auf jeden Fall. Das erste Jahr in Dortmund hat den beiden richtig gut getan. Man sieht jetzt in der Vorbereitung, dass beide eine extreme Frühform haben. Ich glaube, dass die beiden eine richtig gute und wichtige Rolle spielen werden.
Für Sie persönlich bedeutet das aber wiederum zusätzlichen Konkurrenzdruck.
Bei einem Verein wie dem BVB wirst du es nicht erleben, dass du nur elf Spieler hast, die auf hohem Niveau spielen. Natürlich ist der Konkurrenzkampf groß, aber das ist normal in so einem Verein. Und natürlich ist es ein Ansporn, sich da durchzusetzen.
In Ihrem Alter ist Spielpraxis enorm wichtig, um sich weiterzuentwickeln. Sind Sie sicher, dass Sie die in Dortmund dauerhaft bekommen?
Deshalb hoffe ich ja, dass ich in dieser Saison mehr Spielzeit bekomme. Es ist natürlich nicht einfach, sich als junger Spieler in so einem Klub durchzusetzen. Aber wenn man seine Leistung bringt im Training und in der Vorbereitung, steht dem eigentlich nichts im Wege.




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