An der Düsseldorfer Straße herrschte gestern vor allem abseits des Spielfeldes rege Betriebsamkeit. Denn während die Tore beim „Abstiegsduell“ zwischen dem Duisburger SV und dem FC Kray ausblieben, rollte der Krankenwagen gleich zwei Mal an.
Beim FC Kray hat sich in den letzten Stunden vor dem Transferschluss noch einmal einiges getan. Denn der Verein hat sich gleich von vier Akteuren getrennt und die Verträge mit Markus Lihs, Sergej Tytarchuk, Gregor Nijhuis und Soufian Ajbilou aufgelöst. „Der Schnitt war einfach erforderlich“, berichtet FC-Trainer Andreas Egler.
Die Stimmung beim FC Kray hat sich dem düsteren Januar-Wetter angepasst. Seit dem Vorrunden-Aus bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft hängen graue Wolken über der „Buderusstraße“.
In der Winterpause brodelt auch schon fast traditionell die Gerüchteküche. Das jüngste rund um die Landesliga Niederrhein 1 handelt von der Entlassung von Krays Trainer Andreas Egler.
Der FC Kray meldet die erste Neuverpflichtung für die Rückrunde: Mittelfeldspieler Sascha Neue, zuletzt beim VFB Homberg unter Vertrag, wechselt zur Buderusstraße und ist ab sofort spielberechtigt für den FCK.
Offenbar hat da der ein oder andere versucht, sich mit halber Kraft über die Zwischenziellinie Winterpause zu retten. Anders sind die Aussetzer einiger Spitzenteams schwer zu erklären. Wohl dem, der einen Goalgetter in seinen Reihen hat, der trotzdem zur rechten Zeit trifft. Genau für dieses Anforderungsprofil hat die ESG 99/06 den geeigneten Mann gefunden und sich mit einem spektakulären Transfer für das Rückrunden-Aufstiegsrennen gerüstet.
Eine bittere Pille muss Landesligist Union Mülheim schlucken. Die Begegnung des 12. Spieltags gegen den FC Kray (0:0) wurde nachträglich mit 2:0 zugunsten der Truppe von Trainer Andreas Egler gewertet, da die Mülheimer mit Joachim Bohra einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten.
Eigentlich hätte es ein runder Sonntag werden können. Was sich dann in Essen abspielte, ist mit Worten kaum zu beschreiben und endete in einem Polizeieinsatz.
Es läuft nicht beim FC Kray, schon seit vier Spielen wartet der Club auf einen "Dreier". Zu lange für einen (Aufstiegs-)ambitionierten Verein. Davon distanziert sich Trainer Andreas Egler allerdings ausdrücklich: "Ich bin immer wieder erstaunt, ich selbst und keiner aus dem Verein hat vom Aufstieg gesprochen."
Auch wenn der FC Kray schon fast traditionell zu den Spitzenmannschaften der Landesliga 1 Niederrhein gehört, war man sich einig: In dieser Spielzeit sollte sich vieles ändern. Dabei überließ man nichts dem Zufall. Ein neuer Trainer, ein fast komplett umgekrempelter Kader und weitreichende Konzepte sollen den Club wieder flott und zukunftsfähig machen - kurzum: ein neues Image sollte her.
Große Betroffenheit macht sich nach der Nachricht der angemeldeten Insolvenzen von der SpVg Radevormwald und Galatasaray Mülheim breit. RevierSport fragte in der Landesliga Niederrhein bei Vertretern der Vereine nach.