Die Sensation blieb aus. Am Mittwoch-Abend setzte sich der VfB Speldorf bei der SG Unterrath im „Diebels“-Niederrheinpokal mit 3:2 (1:0) durch. Und nach Jahren der Cup-Tristesse haben es die Mülheimer endlich mal geschafft, in die Runde der letzten Acht einzuziehen.
Zumindest bis zum Sonntag ist der VfB Speldorf Spitzenreiter. Die Mannschaft von Trainer Dirk Wißel setzte sich bei der Viktoria aus Goch souverän mit 4:1 (2:0) durch und wird damit ihren eigenen Ansprüchen vorerst gerecht. „Die Leistung war sehr ansprechend. Wir haben 70 Minuten den Fußball geboten, den man sich vorstellt“, strahlte Wißel wie Honigkuchenpferd.
Der VfB ist zwar noch ungeschlagen, aber drei Remis in sechs Spielen zeigen auch, dass am „Blötter Weg“ noch nicht alles Gold ist was glänzt. „Ich blicke aber nicht zurück, sondern nach vorne“, will Speldorfs Trainer Dirk Wißel die aktuelle Situation nicht überbewerten.
Der VfB Speldorf hat es erneut verpasst, sich die Tabellenführung zu erobern. Mit dem torlosen Remis gegen SC Kapellen-Erft treten die Mülheimer auf der Stelle. „So ist die Versetzung, die für uns Aufstieg heißt, gefährdet“, beschreibt VfB-Coach Dirk Wißel die ungenügende Chancenverwertung.
Speldorfs Coach Dirk Wißel ist ratlos. Nur zwei Tage nach dem katastrophalen Auftritt gegen Straelen II fegte die fast identische Mannschaft die vertragslosen Fußballprofis der VDV mit 5:1 vom Platz. „Da habe ich mich wirklich gefragt, ob da elf Zwillingsbrüder auf dem Platz stehen“, bemerkt der Trainer süffisant. „Wir haben die VDV wirklich nach Strich und Faden beherrscht, obwohl zuvor gar nichts klappte.“
Der Titelverteidiger hat sich keine Blöße gegeben. Durch einen 7:0-Sieg hat sich Rot-Weiß Essen für die zweite Runde des Niederrheinpokals qualifiziert.
Der VfB Speldorf wird den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, gerecht. Die Mülheimer sind noch ungeschlagen und haben in den Augen des Sportlichen Leiters Michael Klauß zuletzt auch wieder Eigenwerbung betrieben: „Es gibt noch keinen Grund für ein Hochgefühl, aber mit dem Start sind wir zufrieden.“
Der bittere Abstieg ist verdaut, jetzt brennen die Speldorfer Verantwortlichen auf die Niederrheinliga. Und die startet für den VfB gleich mit einem Knaller gegen den SV Straelen.
Wenn Arne Janssen vom VfB Speldorf aus dem Fenster seines Duisburger Büros blickt, dann schaut er direkt auf zwei astreine, sattgrüne Trainingsplätze. Für einen Fußballer ist das sicherlich nicht der schlechteste Ausblick.
Wieder bot das Wochenende Gelegenheit genug um taktischen und spielerischen Defizite den Garaus zu machen. Wer die treffsichersten Neuzugänge in seinen Reihen hat und auf welche Teams noch Arbeit wartet zeigt unsere Testspiel-Übersicht:
Seit knapp zwei Wochen ist der große internationale Fußballcircus nun geschlossen. Doch im Ruhrgebiet interessiert das kaum jemanden. Die Transfers stehen an.