Westfalenligist SpVgg. Erkenschwick hat sich nach der 0:1-Niederlage gegen Brakel von Trainer Jürgen Klahs getrennt. Das entschied der Vorstand am Montag Abend, nachdem auch im Kellerduell nicht der erste Heimsieg gelang. Torwartrainer Manfred Polfuß steigt zum Co-Trainer auf. Auch ein Nachfolger ist schon gefunden.
Es ist vollbracht. Die Spielvereinigung hat endlich ihren ersten Dreier eingefahren. Anstatt nun in Jubelarien auszubrechen, bleibt Jürgen Klahs aber auf dem Teppich. Denn der Erkenschwicker Trainer hat trotz des Erfolgs wieder zahlreiche Baustellen ausgemacht.
Der sportliche Tiefflug der Erkenschwicker sorgt am "Stimberg" für Ernüchterung. Andre Oberlin, Fanbeauftragter der Spielvereinigung, hat bei den Anhängern eine gewisse Katerstimmung ausgemacht. "Es kommt zwar nicht überraschend, aber die Enttäuschung ist da. Wichtig ist, dass wir in Sichtweite zu den Nichtabstiegsplätzen bleiben. Wenn wir heute in Dornberg gewinnen, ziehen wir an denen vorbei und die Sache sieht wieder besser aus."
Der SC Wiedenbrück 2000 führt weiter die Tabelle an. Im Spitzenspiel gegen den SV Lippstadt 08 kam der SC zu einem überzeugenden 4:0 (1:0)-Erfolg. Trainer Thomas Stratos tritt jedoch auf die Euphoriebremse. Anders ist es in Rhynern. Dort ist man froh, nach drei Siegen hintereinander wieder in die Erfolgsspur gefunden zu haben.
Erst verließ er das sinkende Schiff Jetzt ist er sogar als Kapitän wieder an Bord, um die Lecks zu schließen. Erkenschwicks Abwehrchef Thomas Falkowski hat eine wahrlich turbulente Sommerpause sowie Vorbereitung hinter sich. Erst heuerte er in Hüls an, m dann wieder zum „Stimberg“ zurückzukehren. RevierSport sprach mit dem ehemaligen Bochumer über seine Heimkehr und die Aussichten der Spielvereinigung.
Langsam aber sicher verschwinden die dunklen Insolvenz-Wolken über dem Erkenschwicker „Stimberg“ und die ersten Sonnenstrahlen kommen durch. Grund dafür ist der gelungene Start der neuen Mannschaft.
Nach den Ausschreitungen beim FCE Rheine ist man in Erkenschwick nun darum bemüht, das angekratzte Image wieder aufzupolieren. „Die Leute, die wir für die Ausschreitungen belangen können, werden wir mit Stadionverboten belegen“, unterstützt auch Erkenschwicks Trainer Jürgen Klahs das harte Durchgreifen des Vereins. „Aber unsere echten Fans müssen wir nicht auf Kurs bekommen, denn die sind friedlich.“
Die Saison war gerade einmal 45 Minuten alt, da schepperte es bereits gewaltig auf der Tribüne in Rheine. Die „Unverbesserlichen“, die eindeutig der Spielvereinigung zugeordnet werden können, provozierten mit Pyrotechnik. Als die FCE-Ordner einschritten, kam es sofort zu Handgreiflichkeiten.
Neben den richtigen Fußballfans konnten wohl auch die Hooligans den lang ersehnten Saisonstart nicht abwarten und ließen das Ergebnis der ersten Westfalenliga-Partie zwischen Eintracht Rheine und der Spielvereinigung Erkenschwick wegen heftigen Ausschreitungen zur Nebensache werden.
Das ist mal ein Knaller! Gerade erst ein paar Wochen ist es her, als Thomas Falkowski seine Zelte bei der Spvgg Erkenschwick abbrach und beim NRW-Liga-Aufsteiger VfB Hüls wieder aufbaute, nun ist der Defensiv-Akteur wieder an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. RS unterhielt sich mit Falkowski über die Beweggründe seines "Rückzuges" und die "neue" Aufgabe bei der Spielvereinigung.
Wenn man in diesen Tagen die Spieler und Funktionäre der Spielvereinigung Erkenschwick auf die kommende Saison anspricht, finden sich kaum Parallelen zur Zielsetzung. Verständlich, haben denn nach der letzten dramatischen Saison, die im Abstieg in die Sechstklassigkeit mündete, haben nahezu alle Spieler den Verein verlassen.
Seit dem 30. Juni ist der Transfermarkt geschlossen und damit stehen auch in den Westfalenligen die Kader weitgehend fest. Es können jedoch noch vereinslose Spieler verpflichtet werden, da diese von der Transferfrist nicht betroffen sind.