Der Befreiungsschlag im Abstiegskampf ist geglückt. Die Spielvereinigung hat am Samstag beim direkten Keller-Konkurrenten in Brakel einen 2:1 (0:0)-Sieg eingefahren.
Die berühmteste Familienbeziehung spielt sich wohl in der Zweiten Fußball Bundesliga ab. Bruno Hübner, Sportdirektor beim MSV Duisburg, und Sohn Benjamin, Abwehrspieler beim SV Wehen Wiesbaden, trafen zuletzt am 8. Februar in der MSV-Arena aufeinander.
Es ist gerade mal die Hälfte der Saison gespielt, aber die SpVgg Erkenschwick steht bereits mit dem Rücken zur Wand, fünf Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. Und nun geht es auch noch gegen eines der Top-Teams der Liga.
Die Spielvereinigung will das Unmögliche noch realisieren. In der Winterpause wurde mächtig aufgerüstet, denn mit Dominik Ernst, Alexander Glembowski, Marcel Siwek, Marcel Radke und Jan Schmidt kommen ein Abwehrspieler, drei Mittelfeldspieler und ein Stürmer an den „Stimberg“.
"Mitternachtscup - sie befinden sich hier beim Original. Die Halle ist voll, ich glaube wir können uns auf einen super Abend freuen." Werner Wisotzki, der 1. Vorsitzende der Spvgg Herten, nahm bei seiner Begrüßung den Mund nicht zu voll, schließlich platzte die Sporthalle der Rosa-Parks-Schule am Dienstagabend wie erwartet aus allen Nähten.
Am Dienstag, 30. Dezember, steigt in der Gesamtschule Herten die nunmehr vierte Auflage des "Kick-mit-Schmidt-Mitternachtscups". Zwölf Mannschaften in drei Vierergruppen kämpfen ab 18 Uhr um den Einzug ins Finale, das um 0:00 Uhr angepfiffen wird.
Am vergangenen Freitag wurden in Herten die Gruppen des „Kick-mit-Schmidt-Mitternachts-Cup“, dem hochkarätig besetzten Hallenturnier, ausgelost. In der Gruppe "Intersport Ules" ist der VfB Hüls gesetzter Favorit, die Kicker vom Badeweiher treffen auf den SV Sodingen, den SV Dorsten-Hardt und die DJK TuS Hordel. Ausrichter DJK Spvgg Herten erwischte nach eigenem Bekunden die "Topgruppe".
Eigentlich sollte am Samstag der nächste Versuch unternommen werden, die rote Laterne endlich abzugeben. Doch Sturmtief „Irmela“ machte den Erkenschwickern einen Strich durch diese Rechnung.
Erkenschwick (RS). Böse Zungen behaupten, dass die kurzfristige Installierung von Trainer Jürgen Wielert verpufft ist, schließlich ging die Partie in Wiedenbrück deutlich mit 0:3 verloren. Doch gegen solche Aussagen wehrt sich Erkenschwicks Sportlicher Leiter Klaus Bockhoff entschieden:
Nach Klahs soll es jetzt Wielert am Erkenschwicker Stimberg richten. Der alte Trainer pocht auf Zahlung seiner Bezüge, der neue attestiert dem Vorgänger gute Arbeit. Markus Rensinghoff und Andreas Rorowskisprachen mit dem alten Trainer Jürgen Klahs und seinem Nachfolger Jürgen Wielert.
Die Pleite gegen Brakel hat die Spielvereinigung ins Tal der Tränen gestürzt. „Das war ein Sechs-Punkte-Spiel“, weiß Jürgen Klahs, dass Erkenschwick echte Big-Points liegen gelassen hat. Und das hat Konsequenzen: Denn nach gerade einmal 14 Wochen auf der „Stimberger“ Kommandobrücke ist der Trainer gefeuert.