Das Viertelfinale im DFB-Pokal wäre ein historisches Ereignis für Wattenscheid. Der FC Sand soll am heutigen Sonntag ab 14 Uhr in der Lohrheide nicht im Weg stehen, das Achtelfinal-Duell muss gewonnen werden.
Die SG Wattenscheid 09 kommt in der NRW-Liga derzeit nicht von der Stelle. Das 0:0 gegen die Sportfreunde aus Siegen am Freitag Abend bedeutete bereits die siebte sieglose Partie in Folge für den Aufsteiger. Coach Dirk Helmig bleibt dennoch gelassen. "Wir machen uns jetzt nicht verrückt deswegen", betonte der Ex-Profi, der mit seinem Team in der nächsten Woche gegen das Schlusslicht Hamm die nächste Chance bekommt, den ersehnten sechsten Saisonsieg zu holen.
Nach sechs Spieltagen hatte die Zweitvertretung der SG Wattenscheid 09 neun Zähler auf dem Konto. Mit einem ganz neu zusammengestellten Kader konnte man mit so einer Ausbeute durchaus leben. Doch wenn fünf Partien später kein einziger Zähler hinzugekommen ist, stellt man sich schon mal die Frage, woran das liegt.
Schon nach 31 Minuten war die Partie am Samstagabend zwischen der SG Wattenscheid und dem Gast aus Jägersburg entschieden. Was die 09-Frauen und Coach Thomas Obliers freute, schmeckte FSV-Trainerin Patrizia Brocker gar nicht: „Ich hatte mir das sicher anders vorgestellt und gehofft, dass wir die Null länger halten können.“
Das Derby zwischen der SG Wattenscheid und Duisburg II hatte es in sich und bot den 400 Fans alles, was das Fußballherz begehrt. Besonders dann, wenn man „Zebra“-Anhänger war. Denn der MSV setzte sich nach turbulenten 90 Minuten in der „Lohrheide“ mit 3:2 (2:1) durch.
Nur ein Punkt am Badeweiher, die SG Wattenscheid 09 bleibt auch im vierten Spiel in Folge ohne Sieg. Für Aufsichtsrat Stefan Beermann die logische Folge: „Der Mannschaft hat die Ruhe gefehlt. Sie hat sich vom Spiel der Hülser anstecken lassen, weil einfach die letzten Ergebnisse im Hinterkopf gespukt haben.“
Eine leidensvolle Zeit nähert sich dem Ende. Bulut Aksoy, den es zum Beginn der Saison aus Wuppertal an die Lohrheide verschlug, sieht endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Sein Muskelbündelriss ist ausgeheilt, der Angreifer arbeitet akribisch an seiner Fitness und trainiert im Sporttherapiezentrum von DFB-Physiotherapeut Bernd Restlé fast wieder unter Maximalbelastung.
Klar ist: Ein Fünftligist wird bei potenziellen Sponsoren und Geldgebern nur selten mit offenen Armen empfangen. Stefan Beermann, Aufsichtsratsmitglied an der Lohrheide und im Marketing der SG Wattenscheid 09 aktiv, weiß davon ein Liedchen zu singen:
Das Match gegen Aachen II hätte sich die SG Wattenscheid auch schenken können. Denn am Samstag-Abend kassierten die 09er gegen die Alemannia eine heftige 1:3 (1:0)-Ohrfeige. Wattenscheids Trainer Dirk Helmig verstand die Welt nicht mehr: „Wir wollten unbedingt Wiedergutmachung betreiben, haben es aber nicht geschafft.“