Überraschung im Hammer Kreispokal. Die Hammer Spielvereinigung verabschiedet sich mit einer 2:3-Halbfinal-Niederlage gegen Westfalia Rhynern aus dem Wettbewerb. Kai Schriewersmann und Denis Schawlochow brachten den Westfalenligisten mit 2:0 in Führung, ehe Andreas Chouliaris noch vor der Pause der Anschluss für die HSV gelang.
Jetzt wird es wieder richtig spannend im Titelrennen, denn der Bonner SC hat am Sonntag einen klaren Sieg gegen Tabellenführer Düsseldorf eingefahren. Währenddessen kann sich Westfalia Herne nach der Pleite bei ETB SW Essen den Aufstieg endgültig abschminken.
Ein Hauch „Säbener Straße“ ist auch am „Badeweiher“ zu spüren. Denn Klaus Täuber kennt sie alle. Und deshalb ist ihm die Entlassung von Jürgen Klinsmann auch an die Nieren gegangen. „Es tut mir sehr leid für Jürgen.“
Kein Sieger gab es im Essener Derby zwischen der RWE-U23 und dem ETB, dafür konnten aber die abstiegsbedrohte Hammer SpVg, sowie der VfB Hüls wichtige Siege bejubeln, was VfB-Coach Klaus Täuber emotional zum Ausdruck brachte. Vor einer Minuskulisse siegen schwache Herner dank eines Last-Minute-Treffers.
Zumindest schemenhaft konnten die 540 Zuschauer in der Wattenscheider Lohrheide ein Lebenszeichen der krisengeschüttelten SG Wattenscheid 09 vernehmen. Nach zweimaligem Rückstand kam die Mannschaft von Thomas Obliers zu einem 2:2-Unentschieden gegen den direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, dem VfB Hüls.
Der Aufstieg ist famos. Vor knapp zwei Jahren wurde Angreifer Markus Krawietz in die Oberliga-Mannschaft des VfB Hüls berufen, jetzt ist er der „Boss“ auf dem Platz. „Markus bringt alles mit, was ein guter Stürmer braucht“, beurteilt sein „Entdecker“ und Coach Klaus Täuber.
Ein echtes "Schalke-Trauma" erlebten die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn beim ETB SW Essen. An der Spitze bleibt es weiter spannend, denn obwohl Glücksgöttin Fortuna weiterhin auf Düsseldorfer Seite ist, bleibt der Bonner SC durch den Sieg in Herne ebenfalls weiter auf Aufstiegskurs. In Dattenfeld wurde der Delbrücker SC sogar deklassiert.
Wohl nirgendwo anders ist das Tabellen-Bild so verzerrt, wie in der NRW-Liga. Auch wenn es schwierig ist, sich einen klaren Durchblick zu verschaffen, kristallisiert sich dennoch die "Zweite" von Fortuna Düsseldorf immer mehr als erster Aufstiegs-Favorit heraus.
Die kleinen „Zebras“ marschieren genauso wie die Profis. Auch der VfB Hüls stellte keinen Stolperstein auf dem Weg nach oben dar. Mit 3:2 (1:0) gewannen die Schützlinge von Coach Uwe Schubert.
Den Trip nach Gütersloh hätte sich der VfB durchaus schenken können. Denn die Hülser gingen beim finanziell angeschlagenen Heidewald-Klub mit 1:4 (1:2) baden und stecken wieder ganz tief im Abstiegsstrudel und müssen aufpassen, nicht zu versinken.
Horst Darmstädter hat den VfB Hüls in den letzten Jahrzehnten zu einem westfälischen Aushängeschild geformt. Wenn der „Boss“ der Marler etwas sagt, hat sein Wort Gewicht. Nicht nur im Verein, sondern auch beim Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband (WFLV) gilt Darmstädter als wichtigstes Verbindungsstück zur Liga.
Das Auswärtsmatch der Herner am 28. Spieltag beim Delbrücker SC ist vorgezogen worden. Neuer Termin: Samstag, 28. März, 15 Uhr. „Natürlich stimmen wir so einer Verlegung zu, denn Delbrück ist auch immer hilfsbereit“, erzählt Coach Christoph Schlebach.