Thomas Obliers hat es nicht leicht. Der neue Mann an der Seitenlinie absolvierte am Samstag die erste Trainingseinheit mit der NRW-Liga-Truppe, die es ihm nicht einfach gemacht hatte. „Nach einer solchen Geschichte hätte es kein Trainer leicht mit uns gehabt“, erklärt Kapitän Christoph Schmitt nach den Übungen. RevierSport sprach mit dem Nachfolger von Dirk „Putsche“ Helmig.
Die Uhr tickt. Der ETB will bis Mittwoch-Mittag seinen neuen Coach präsentieren. Manfred Rummel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Schwarz-Weißen erklärt: „ Es gibt noch ein, zwei Gespräche. Zwei Leute sind in der engeren Wahl.“ Mit dabei: Wattenscheids Ex-Trainer Dirk Helmig, der gerade vor die Tür gesetzt wurde.
Die eingefleischten Anhänger der SGW müssen seit geraumer Zeit viel durchmachen. Der ehemalige Bundesligist taumelt, finanzielle Hiobsbotschaften sind ebenso wie sportliche Nackenschläge an der Tagesordnung.
An der Wattenscheider Lohrheide überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Wie RevierSport online am frühen Freitagabend erfuhr, sind Dirk „Putsche“ Helmig und Assistent Carsten Schmitt durch den neuen Vorsitzenden Christoph Jacob freigestellt worden.
Viele Jahre leitete Peter Oelmann die Geschicke der Frauenabteilung der SG Wattenscheid 09, konnte sogar den Aufstieg in die 1. Bundesliga als Erfolg verbuchen. Am vergangenen Donnerstag legte er sein Amt als Abteilungsleiter nieder. RS sprach mit dem Versicherungsfachmann aus Wattenscheid.
Punkt 14.46 Uhr war es soweit. 14 Minuten vor Ende der Frist reichte Wattenscheids Geschäftsführer Gerd Abstins die Papiere beim WFLV ein, die der SG 09 die Zugehörigkeit zur NRW-Liga im kommenden Jahr sichern sollen. Der wirtschaftliche Teil des Lizenzantrags wurde "mit heißen Nadeln gestrickt", noch am Vormittag wurden letzte Details unter Mithilfe eines externen Wirtschaftsprüfers erarbeitet, dann übergab Abstins die Unterlagen in Duisburg höchstpersönlich.
Christoph Jacob, seit nun genau einer Woche Vorstandsvorsitzender an der Wattenscheider Lohrheide, hat trotz des Osterfestes stressige Tage hinter sich bringen müssen. „Ich habe die Zahlen studiert und mir einen Überblick über die gesamte Misere verschafft“, erklärt der Ex-Profi, der nun endlich mit dem Abbau des riesigen Schuldenbergs beginnen möchte.
Die 0:3-Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale in Potsdam kam für die SG Wattenscheid nicht überraschend. Deshalb will Silke Tancyus der vergebenen Chance aufs Finale in Berlin auch nicht nachtrauern. „Klar, hätte ich mir ein Endspiel im Olympiastadion gewünscht, aber wir haben uns beim Bundesliga-Tabellenführer ordentlich und teuer verkauft.“
Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist es ohnehin, doch die Frauen der SG Wattenscheid wollen mehr. Am morgigen Ostermontag will das Team um Trainer Thomas Obliers im DFB-Pokal-Halbfinale bei Turbine Potsdam (Anpfiff 14 Uhr) für die nächste Sensation sorgen.
Die Einstellung stimmte, das Ergebnis allerdings nicht. Die SG Wattenscheid 09 verlor auf dem Tivoli bei der Reserve von Alemannia Aachen 0:3 (0:1) und kassierte damit die vierte Niederlage in Folge. Trainer Dirk Helmig bleibt aber ungeachtet des erneuten Misserfolges optimistisch:
Kaum ein Tag, an dem bei der SG Wattenscheid nichts los ist. So auch am Donnerstag. Da trat der Vorstand um Guido Tann, Norbert Herden und Heinz-Jürgen Busch zurück. Erste Amtshandlung des Aufsichtsrates nach dem geschlossenen Rücktritt:
Die SG Wattenscheid rutscht immer tiefer in die Misere. Am Mittwoch-Abend kassierten die 09er im Keller-Duell gegen die Sportfreunde aus Oestrich eine bittere 0:2 (0:2)-Niederlage. SGW-Coach Dirk Helmig war bedient: „Wir haben Probleme, das Spiel zu machen.“