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Im Pokalfinale kommt es zum Duell mit dem von VW unterstützten VfL Wolfsburg. Sie sind nicht gerade ein Freund dieser Art von Vereinen.
(Lacht) Meine Position ist bekannt.
Befürchten Sie, dass Ihnen Wolfsburg nicht nur in diese Saison den Rang ablaufen könnte?
Ich habe immer davon gesprochen, dass Dortmund der zweite fußballerische Leuchtturm Deutschlands sein soll. Da sehe ich uns absolut. Ich habe das Wort Leuchtturm bewusst gewählt, weil es etwas mit Strahlkraft zu tun hat. Unabhängig von der tabellarischen Situation wird niemand ernsthaft behaupten, dass ein Werksklub mehr Strahlkraft hat als Borussia Dortmund. Unser Anspruch ist: Wir wollen die Menschen bewegen. Schauen Sie sich die Zahlen an: die Fans, die Fernsehquoten, das Stadion. Insofern sind das ganz sachlich betrachtet schon unterschiedliche Entwürfe, die da in Berlin aufeinander treffen.
Wird Wolfsburg Ihnen dauerhaft einen der drei sicheren Champions-League-Plätze wegnehmen?
Der Satz "Geld schießt keine Tore" hat null Substanz. Geld schießt zwar nicht direkt Tore, aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Tore auf der richtigen Seite fallen, doch dramatisch. Wolfsburg spielt heute schon oben mit. Nicht nur, aber auch, weil es den Konzern gibt, der sagt: Macht euch keine Sorgen, das Minus gleichen wir aus. Wolfsburg kann in der nächsten Saison allein an Gehältern locker 40 bis 50 Millionen Euro mehr in die Mannschaft stecken als wir. Die Wahrscheinlichkeit, sportlichen Erfolg zu generieren, ist also deutlich höher. Hinzu kommt: Mit Allofs und Hecking hat der VfL Experten, die das viele Geld nicht unter die Leute bringen, sondern auch einen sportlichen Ertrag erzielen. Die machen es richtig gut!
Vermissen Sie München in Berlin? Man hatte sich ja so schön aneinander gewöhnt.
Dass wir jetzt das vierte Jahr in Serie in einem Finale stehen, hat es in der Geschichte von Borussia Dortmund noch nicht gegeben. Das gibt es auch in Deutschland nicht so häufig. Dass München das Flaggschiff des deutschen Fußballs ist, ist völlig unstrittig! Aber ich finde es mal ganz cool, einen anderen starken Endspielgegner zu haben: 2012 DFB-Pokalfinale gegen München, 2013 Champions-League-Finale gegen München, 2014 DFB-Pokalfinale gegen München. Jetzt mal ein anderes Finale, das ist auch mal nicht so schlecht.
Wäre Wolfsburg dann Ihre Wahl gewesen oder hätten Sie sich einen attraktiveren Gegner gewünscht?
Ich hätte auch gerne gegen Bielefeld gespielt (lacht).
Lesen Sie auf Seite 5: BVB und Bayern haben "gemeinsame Verantwortung für den deutschen Fußball"




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