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Am Rande des DFB-Pokal-Halbfinales in München haben Sie sich mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge getroffen. Haben beide Seite Interesse, das Verhältnis wieder zu kitten?
Er hat mich angerufen, und dann haben wir uns getroffen. Und ohne zu viel zu verraten war es nicht so, dass wir gesagt hätten: Wir haben uns ja eigentlich immer blendend verstanden, alles war nur ein Missverständnis.
Aber?
Aber wir haben eine gemeinsame Verantwortung für den deutschen Fußball. Es gibt Themen, da hilft es, wenn man ab und zu miteinander spricht. Dazu muss man ja nicht befreundet sein. Und diesen Gesprächsfaden, der aus verschiedenen Gründen abgerissen war, haben wir wieder aufgenommen, aber aus rein sachlichen Erwägungen.
Worum geht es Ihnen?
Es geht um die Frage, wie man die Position der großen Traditionsvereine, die Deutschland bewegen, die viele Fans haben, die hohe Fernsehquoten garantieren, die die Attraktivität der Liga ausmachen, stärken kann. Wie kann man den deutschen Fußball international in allen Gremien vertreten? Das sind Themen, die die beiden größten Klubs auf höchster Ebene mal besprechen sollten, das schadet nicht.
Das heißt: Zumindest bei diesen Themen funken Watzke und Rummenigge auf der gleichen Wellenlänge?
Wir haben insofern eine gemeinsame Wellenlänge, als wir finden, dass die Attraktivität der Bundesliga nicht nur von Bayern und dem BVB abhängen darf. Sondern dass Klubs wie zum Beispiel Köln, Gladbach, Stuttgart, Hamburg und Frankfurt ebenfalls eine zentrale Rolle spielen müssen.
Hamburg und Stuttgart könnten absteigen.
Das möchte ich mir gar nicht ausmalen, was es für die Attraktivität und die Zuschauerzahlen der Liga bedeutet, wenn die beiden absteigen.
Das von Audi finanzierte Ingolstadt steht vor dem Aufstieg, der Red-Bull-Klub Leipzig wohl auch sehr bald.
Wir als Borussia Dortmund können unsere Auffassung über solche Dinge immer etwas ungefilterter zum Ausdruck bringen als andere.
Lesen Sie auf Seite 6: BVB-Rückkehr ist laut Watzke "völlig unrealistisch"




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