Grunsch Zum letzten Mal aktiv: 22. Dezember 2017 - 16:10 Mitglied seit: 11. März 2004 Wohnort: Marl
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[b]4:2 beim HSV - geführt, zurück gelegen und am Ende über ein "Empty-Net-Goal" gejubelt! [25.03.] Der BVB hat es schon wieder geschafft! Mit 4:2 (1:1) gewinnt Borussia Dortmund beim Hamburger SV, bejubelt damit den dritten Auswärtssieg hintereinander beim HSV und darf wieder ernsthaft von einer Teilnahme am UEFA-Pokal träumen. In einem begeisternden Spiel trafen Smolarek, Rosicky und Kringe für den BVB, Lauth und Ailton zur zwischenzeitlichen Führung für den HSV. Den umjubelten Schlusspunkt setzte Rosicky mit einem Lauf ins leere Hamburger Tor. Aus Hamburg berichtet Boris Rupert 56.000 Zuschauer in der ausverkauften AOL-Arena sahen wie immer, wenn die beiden Traditionsvereine aufeinander treffen, eine intensive, abwechselungsreiche Auseinandersetzung. Beide suchten ihre Chancen im Spiel nach vorn, überbrückten schnell das Mittelfeld. 1:1 hieß es zur Pause durch Tore von Smolarek (25.) und Lauth (35.). Der eingewechselte Ailton schoss den HSV nach 66 Minuten mit 2:1 in Führung, keine 60 Sekunden später glich Rosicky mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 2:2 aus, noch schöner war Kringes Traumtor zum 2:3 in der 83. Minute. Es war aber noch nicht der Schlusspunkt. Der war Rosicky in der 94. Minute mit einem Solo vergönnt. Hätten auch Sie so gewettet? Ausgangslage: Der Zweite im Heim- und Gesamtklassement empfing den Tabellenachten, der in der laufenden Saison auswärts mit Ausnahme des Sieges in Nürnberg nicht viel bewegt und mehr als die Hälfte der voran gegangenen zwölf Auswärtsspiele unentschieden gespielt hatte. Erstmals im Kader: Neuzugang Matthew Amoah. Personalien: Beim BVB gab es zwei Änderungen gegenüber dem 2:1 gegen Kaiserslautern. Der Grippe geschwächte Siegtorschütze Kringe (saß auf der Bank) wurde durch Rosicky ersetzt, für Gentenaar stand der wiedergenesene Weidenfeller im Tor. Erstmals im Kader war Neuzugang Amoah. Es fehlten die Langzeitverletzten Koller, Ricken und van der Gun. Beim HSV standen neben dem Gelb gesperrten Linksverteidiger Atouba die verletzten Beinlich und Demel auf der Ausfall-Liste, Jarolim wurde geschont. Klingbeil und Wicky kamen neu in die Mannschaft. Taktik: Das Dortmunder 4-3-3 gegen die Hamburger "Raute" - zwei Systeme, die grundsätzlich nicht zueinander passen, die jene Elf im Vorteil sehen, die der anderen ihr Spiel aufzwingen kann. Um die nominelle Unterzahl im Mittelfeld auszugleichen, rückte wie zuletzt gegen Mannschaften mit gleicher Spielanlage wie der HSV (Stuttgart in Hälfte zwei, Mainz, Bremen oder Schalke) der Außenverteidiger vornehmlich auf der Ball abgewandten Seite oder einer der Innenverteidiger ins Mittelfeld auf. Gerade für Dede, der zudem über links Druck machen und bis zur gegnerischen Grundlinie vorstoßen sollte, wenn Buckley (wie gegen Kaiserslautern und Stuttgart) nach innen einrückte, war dies eine hoch anspruchsvolle Aufgabe: bleiben? aufrücken? marschieren? Zumal der HSV auf der rechten Seite mit dem vom Stürmer zum Außenverteidiger "umgeschulten" Mahdavikia aktiv war, der sich in den ersten 45 Minuten mit Vorstößen allerdings zurückhielt. Auch bei den theoretisch klaren Zuordnungen im Zentrum gab es immer wieder Verschiebungen, weil Barbarez (neben Lauth zweiter Stürmer) nicht ständig in der Spitze verharrte, sondern sich häufig fallen ließ. Smolarek trifft in der 25. Minute mit diesem Schuss zum 1:0 für den BVB. Spielverlauf & Analyse: Auf frisch verlegtem Rasen ließ der BVB den HSV zu Beginn kaum ins Spiel kommen, störte früh, ging energisch in die Zweikämpfe und musste nur bei den angeschnittenen, scharf herein gegebenen van-der-Vaart-Freistößen auf der Hut sein. Zielstrebig suchten die Gäste vor den etwa 6.000 mitgereisten Fans den Weg nach vorn, leisteten sich dabei aber zu viele leichte Ballverluste (Rosicky). Trotzdem gab es Chancen, weil HSV-Keeper Kirschstein alles andere als sicher wirkte, einen Buckley-Schuss prallen ließ (7.) und nach einem Leichtsinnspass im eigenen Strafraum den immer beweglicher werdenden BVB-Stürmer ins Spiel brachte. Buckley traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz (11.). Ausgerechnet über die starke rechte HSV-Seite schlug der BVB in der 25. Minute zu: Sahin passte auf Dede, der setzte sich gegen Mahdavika durch, und Smolarek (13. Saisontor) versenkte die Flanke des Brasilianers gegen die Laufrichtung des Torwarts im Netz. Damit waren die schwarzen Serien von 523 Minuten ohne Auswärts- und 768 Minuten ohne Stürmertor endlich beendet. Doch die Führung hielt nur zehn Minuten. Barbarez und Wicky hebelten die rechte Dortmunder Abwehrseite aus, Klingbeil konnte unbedrängt flanken, Lauth mogelte sich aus Dedes Rücken in den Fünfmeterraum und ließ Weidenfeller keine Abwehrmöglichkeit (35.). Nach dem Seitenwechsel ging´s munter weiter. de Jong scheiterte an Weidenfeller (48.), im Gegenzug fälschte der am Elfmeterpunkt lauernde Smolarek einen Kehl-Schuss ab, doch Kirschstein hatte keine Mühe. Langsam verwandelte sich die AOL-Arena in einen Hexenkessel; die Gemüter kochten hoch, als Wörns vor dem Strafraum mehr die Beine von van der Vaart als den Ball touchierte, der dem BVB in der Vergangenheit wenig wohl gesonnene Schiedsrichter Gräfe aber weiterspielen ließ und dem protestierenden Lauth die Gelbe Karte zeigte. Wörns gegen van der Vaart. Während Smolarek, Kehl, Dede und später auch Rosicky herausragende Aktivposten im Dortmunder Spiel waren, erwies sich die rechte Seite offensiv wie defensiv als Schwachstelle. Degen und Odonkor, die auch beim 1:1 nicht gut aussahen, konnten in keiner Phase an ihre starken Leistungen aus dem Heimspiel gegen den FCK anknüpfen. Van Marwijk reagierte nach einer Stunde und brachte Kringe und Amoah. Beim HSV kam Ailton, der unmittelbar nach seiner Einwechselung das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber an Weidenfeller scheiterte. Doch kurz darauf schlug der "Kugelblitz" zu. Wicky eröffnete das Spiel mit einem langen Pass aus der eigenen Hälfte, der bärenstarke Barbarez spielte einen Zuckerpass auf Ailton, Brzenska kam einen Tick zu spät, und es hieß 2:1 (67.). In den Hamburger Jubel hinein fiel aber auch schon der Ausgleich: Smolarek legte Dedes Flanke mit der Brust ab auf Rosicky, und der hämmerte das Leder aus 16 Metern in den Winkel! Es war das vierte Tor des Tschechen im neunten Spiel gegen den HSV. Es ging nun rauf und runter. Amoahs Schuss wurde abgeblockt (69.), die Hamburger drängten auf die neuerliche Führung, doch Kringe konterte mit einem Sonntag-Schuss am Samstag Nachmittag. Sein Geschoss aus 20 Metern halbrechter Position schlug im linken Torwinkel ein. Der HSV antwortete mit wütenden Attacken. Drei Minuten ließ Schiedsrichter Gräfe nachspielen, Wörns rettete auf der Linie. Nach der 13. Ecke für den HSV leitete Amoah einen Konter auf Smolarek ein, der bediente Rosicky und der Tscheche lief mit dem Ball am Fuß ins leere Tor - 2:4! [/b]
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Das war gestern schon eine beeindruckende Vorstellung der Borussia beim Lieblingsgegner. Es gab eigentlich wenige Phasen in dem der HSV das Spiel hätte gewinnen können, von daher war es eines der besten Borussen Spiele dieser Saison. Schaut man Rosicky der befreit aufspielte und zweimal traf , sowie den neuen Mann der entscheidenden Tore Florian Kringe an wiederlegte der BVB die These das man kein torgefährliches Mittelfeld hat. Nun bei der Torgefährlichkeit müssten die Mittelfeldspieler in Gladbach noch die Bestätigung liefern. Die Konkruenz aus Gelsenkirchen konnte den Knochen nicht aufheben denen wir ihnen zuwarfen. Beeindruckend und ich glaube fast einmalig der Jubel auf den Rängen der Arena nach der 0:1 Führung der Borussia in Hamburg.
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Hallo Peleus Sohn, danke für den dezenten Glückwunsch zum Sieg über die Lauterer, doch eins blebt bestehen, die Abschlusschwäche hätte uns fast wieder um den Lohn der Arbeit gebracht. Deine Prognose für die Uefa Quali wäre möglicherweise schon in fast trockenen Tüchern, ja wenn die Mannschaft gefestigter wäre und ihre Chancen nutzen würde. Ausgenommen von den ersten vieren ist keine Mannschaft stärker, aber einige vielleicht abgekochter. Ob die Fanszene die reale Situation ganz verdaut ? Nun diese Situation ist ja eigentlich noch gar nicht ausgestanden. Eine Konsolidierung fand nur statt weil ja Forderungen gestundet sind, wie die Situation weiter geht wird man dann sehen wenn die gestundeten Zahlungen wieder fällig werden. Was man sagen kann ist das Watzke Rauball und Co einen guten Job machen, und ich ihnen die endgültige Stabilisation des Vereins auch zutraue. Ich glaube nicht so sehr das es daran liegt das wir ins Ligamittelmass zurückgefallen sind, das habe ich vor Saisonbeginn auch erwartet. Von der europäischen Spitze sind wir genauso weit entfernt wie die Europacupversager, viel schlechter hätte man es in Dortmund auch nicht machen können. Es liegt auch nicht daran das wir uns jetzt den Hals verrenken müssen weil der FC Schalke vor uns steht. Wir haben jetzt remis in der Arena gespielt, davor gewonnen, eben so kleine Achtungserfolge wie die Blauen sie früher hatten. :wink: Natürlich hofft die Szene in Dortmund in einiger Zeit wie Phönix aud der Asche zurück an die Spitze zukommen alles andere wäre lächerlich. Frust und vielleicht auch Wut ist sicherlich auch vorhanden, doch das Borussen Völkchen steht enger denn je zusammen, also schon mal was positives. Eines legen wir ja bei jedem Heimspiel an den Tag, Borussia Dortmund besteht nicht aus Mode oder Erfolgsfans, denn die Hütte brummt auch wenn wir Zehnter sind und das ist gut so. Gruss Grunsch
Schalke 04-Sportlich
Leider sind die Schalker nicht so ganz Herr ihrer Nerven gewesen. Man hätten bei der Theatralik und den Provokationen der Münchner uhiger agieren müssen vor allem Bajramovic. Gelb für Poulsen wegen seiner Provokation und Rot für Demichelis wegen seiner Tätlichkeit wären laut Regel fällig gewesen. Nun die minimale Chance auf den Titel ist weg, deshalb sollte man das Spiel abharken und sich für den Kampf um Platz 2 und 3 vorbereiten.
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[quote=Ronaldo]Meine Güte - war ja richtig lange Sendepause auf dieser Seite... :?: :?: Der BVB mischt weiter mit um den begehrten 5. Tabellenplatz und meine vor der Saison gewagte Prognose- Uefa-Cup - halte ich immer mehr auf- recht. Nur bekomme ich die Krise, wenn ich die Offensive sehe - harmloser geht es ja nicht mehr.[/quote] Hi Ronaldo, tja es ist immer schwer hier was zu machen wenn keiner mitmacht. Alleinunterhalter wird auf die Dauer langweillig, die Threads der anderen Clubs sind belebter, woran es liegt das aus dem Dortmunder Umfeld niemand so richtig das Reviersport Forum nutzt weiß ich nicht. Zur Sache, ich hoffe das Deine prognose am Saisonende Bestand hat, habe aber leider meine Zweifel. Dies habe ich schon am Saisonanfang geäussert. Nun ein Grund warum man sich noch nicht auf Rang 5 festgesetzt hat ist die Offensive, wir verfügen über keine torgefährlichen Mittelfeldspieler, es sind alles mehr oder weniger Fussball arbeitende Spieler. Die Offensive ist durch Smolarek vertreten, der glücklicher Weise 12 Hütten gemacht hat nach dem Koller Ausfall, ansonsten würde Abstiegkampf pur herrschen. Darüber jetzt zu lammentieren wäre aber der falsche Weg, denn in der Situation in der sich der BVB befindet ist ja selbst verschuldet worden, und im Abbau der Altlasten sind die gebackenen Brötchen halt etwas kleiner. Ich denke aber wenn es in der kommenden Saison zu einem erneuten Umbruch im Team durch Ab und zugänge kommt wird der Weg wieder sportlich in ruhige Fahrwasser drifften. Viel entscheidender ist doch ob der Weg der Konsollidierung positiv gestalltet werden kann, denn der Verzicht auf Forderungen läuft bald aus, und dann werden wieder Zahlungen wie an Molsiris in beträchtlicher Höhe fällig. Everntuell wird dieses jedoch durch eine Umschuldung in einen erträglichen Rahmen gepresst. Gruss Grunsch
Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010]
Glückwunsch zum Sieg, aber es wird alles eine ganz enge Kiste bleiben.
Schalke 04-Sportlich
Glückwunsch zum erreichen des Viertelfinales :!: Hoffentlich ein gutes Los.
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Meine Spieler brauchen etwas, woran sie sich festhalten können" [10.03.] Zum Ende der Hinrunde und aktuell nach dem Spiel gegen Mainz (1:1) wurde in den Medien die "System-Frage" gestellt. Wäre der BVB in einem 4-4-2 mit der von Werder Bremen perfektionierten "Mittelfeldraute" erfolgreicher? Welcher Anzug passt den Borussen? Bert van Marwijk erklärt, warum er am "holländischen" 4-3-3 mit zwei Außenstürmern festhält, und er verrät, warum ein 4-4-2 beim BVB derzeit nicht praktikabel ist. Bert van Marwijk erklärt taktische Möglichkeiten. Sind Sie zur stur, um etwas anderes als ein 4-3-3 auszuprobieren? Bert van Marwijk: "Man hat in der Vergangenheit gesehen, dass dieses System funktioniert. Wir hätten anderenfalls in der letzten Saison niemals die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund gespielt. Wir haben auch zuletzt viele Spiele mit unserer jungen Mannschaft dominiert. Wenn Hoeneß und Magath nach dem 2:1 im Dezember sagen, dies sei das bis dahin erste Spiel gewesen, in dem die Bayern wirklich Glück gehabt hätten; wenn wir uns das Spiel gegen Bremen in Erinnerung rufen, das wir mit drei, vier Toren Unterschied hätten gewinnen können; wenn es überall respektvoll heißt, unsere junge Mannschaft sei schon sehr weit, dann muss man relativieren. Was uns eindeutig fehlt ist Stabilität. Und ich habe nie gesagt, dass für mich nur ein System in Frage kommt. Ich habe in Holland schon lange, bevor dies in der Bundesliga aktuell wurde, mit einer Raute im Mittelfeld spielen lassen. Aber ich muss mich immer daran orientieren, welche Charaktere, welche Qualitäten mir zur Verfügung stehen." Was spräche für und was gegen eine "Raute"? Van Marwijk: "Entscheidend dabei ist die Frage der zur Verfügung stehenden zentralen Stürmer, und davon hatten wir nur einen. Wir brauchen aber für ein 4-4-2 zwei zentrale Angreifer. Ich kann nicht zaubern. Mir ist es gelungen, nach Kollers Verletzung zumindest einen neuen Stürmer zu kreieren, der seine Aufgabe anfangs hervorragend und heute immer noch gut erfüllt. Ich war übrigens eifersüchtig auf Mainz: Da saßen mit Casey und Auer zwei Stürmer auf der Bank, die in jeder holländischen Mannschaft Chancen auf einen Stammplatz hätten. Ich bin nicht stur, sondern ich versuche, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen." Was fehlt denn? Van Marwijk: "Wir können sehr gut Fußball spielen, aber wir haben nur wenige Spieler, die im Strafraum präsent sind. Wir haben meistens nur einen Spieler vorm gegnerischen Tor; es müssen aber zwei oder drei sein. Dazu braucht man dynamische Mittelfeldspieler, die nachrücken, und Außenstürmer, die von rechts oder links nach innen ziehen, wenn die Flanke von der anderen Seite kommt. Solche Qualitäten haben wir nicht im Kader, wir haben zu wenige torgefährliche Spieler. Aber dennoch ist es uns gelungen, das ganz gut zu kompensieren. Nach hinten funktioniert die Organisation. Unser Torwart bekommt kaum etwas zu tun. Ich gebe aber zu: Wir haben Probleme, in der Offensive den Unterschied zu machen. Wir sind oft dominant, schießen aber zu wenige Tore." "Wir haben zu wenige torgefährliche Spieler." Tomas Rosicky erzielt diese regelmäßig in der tschechischen Nationalmannschaft, kaum aber im Verein. Haben Sie dafür eine Erklärung? Van Marwijk: "National- und Vereinsmannschaft lassen sich nicht miteinander vergleichen." Auch über Dede wird viel geredet. Man vermisst seine Flügelläufe. Haben Sie ihn gestutzt? Van Marwijk: "Wenn wir mit zwei Stürmern spielen würden, bliebe die Außenseite frei, gäbe es mehr Platz auch für Dede. Das weiß ich. Wenn Dede in einem 4-3-3 mit Ricken spielt, gibt es auch viel Raum. Denn Lars ist ein Typ, der gerne nach innen zieht. Jetzt spielen dort Gambino und Buckley; gerade Buckley ist jemand, der wiederum gerne an der Linie bleibt und es für Dede schwierig macht, nach vorne zu stoßen." Wäre es eine Variante, ohne das System zu verändern, einen dynamischen Allrounder wie Kringe, wie schon im Hinspiel in Mainz praktiziert, auf die Linksaußenposition zu delegieren; einen Spieler, der bekannt dafür ist, den Abschluss zu suchen? Van Marwijk: "Denkbar wäre es. Aber ist es sinnvoll, eine Mannschaft ständig zu verändern? Spieler brauchen Vertrauen und etwas, an dem sie sich festhalten können. Und man muss glaubwürdig bleiben. Ich weiß nicht, ob es die Philosophie ist, aber es ist meine Philosophie. Ich kann einen Spieler nicht als rechten Verteidiger, dann wieder im Mittelfeld und plötzlich als linken Stürmer einsetzen." Drei oder vier Mittelfeldspieler - können Sie uns Vor- und Nachteile erklären? Van Marwijk: "So kurios es klingt: Mit drei Mann im Mittelfeld hat man ganz schnell einen mehr als der Gegner, als wenn man selbst zu viert ist. Weil sich sowohl die Außenstürmer als auch die Außenverteidiger als Anspielpartner anbieten können. Dann ist man zu fünft, statt zu viert..." Boris Rupert
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RAG wird neuer Haupt- und Trikotsponsor des BVB [7.03.] Der Essener Energie- und Chemiekonzern RAG Aktiengesellschaft wird neuer Haupt- und Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Beide Parteien besiegelten heute die neue Partnerschaft, die am 1. Juli 2006 beginnt und zunächst auf drei Jahre angelegt ist. "Wir freuen uns sehr, mit dem BVB einen der beliebtesten und renommiertesten deutschen Profivereine als Partner gewonnen zu haben", sagte Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. Auf gute Zusammenarbeit - 1:1 endete das kicker-Spiel zwischen Dr. Werner Müller (vorne links) und Lars Ricken sowie Roman Weidenfeller, Dr. Reinhard Rauball und Hans-Joachim Watzke (vorne rechts). "Mit der RAG haben wir künftig eines der bedeutendsten Ruhrgebietsunternehmen an unserer Seite. Die Zusammenarbeit mit unserem Wunschpartner ist ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft und eröffnet dem BVB neue Perspektiven", sagte der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke. Über das finanzielle Volumen des Vertrages haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Das Sponsoringengagement wird aus den Ergebnissen der RAG-Sparten Energie, Chemie und Immobilien finanziert, die erfolgreich im internationalen Wettbewerb operieren. Auf den Trikots der BVB-Profis wird ab der neuen Saison jedoch nicht "RAG" stehen. Vielmehr wird sich der Industriekonzern RAG mit den Sparten Energie, Chemie und Immobilien im Vorfeld des für das erste Halbjahr 2007 geplanten Börsengangs einen neuen Namen geben und diesen während der Hinrunde im Rahmen einer kreativen Kampagne einführen. "Die Einführung des neuen Firmennamens ist ein weiterer wesentlicher Schritt auf dem Weg an die Börse. Mit dem BVB haben wir den besten Partner gefunden, um den neuen Namen auf sympathische Weise bekannt zu machen", erklärte Dr. Müller. Die heutige RAG ist als einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in der Region sowie Sponsor vielfältiger Projekte in Sport und Kultur wesentlicher Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit des Ruhrgebiets. Der BVB auf der anderen Seite ist erfolgreichster Fußball-Verein des Ruhrgebiets und zählt bundesweit 20 Millionen Fans und Sympathisanten. "Damit haben sich die zwei Top-Spieler aus Wirtschaft und Sport in dieser Region gefunden", sagte Watzke. Für die Borussia sprechen zudem das größte Stadion Deutschlands und die höchsten Zuschauerzahlen der Liga. Hans-Joachim Watzke, Dr. Werner Müller und Dr. Reinhard Rauball. "Für eine erfolgreiche Zukunft des Ruhrgebiets brauchen wir starke Kräfte. Wir und der BVB stehen zu dieser Region. Hier haben wir unsere Wurzeln - hier haben wir unsere Zukunft", betonte Müller. "Wir sind stolz, mit der RAG einen international tätigen und zugleich in der Region stark verwurzelten Partner für den BVB gewonnen zu haben", unterstrich Thomas Röttgermann, Geschäftsführer des BVB-Vermarktungspartners Sportfive. "Ich bin überzeugt, die Kommunikationsziele der RAG lassen sich mit ihrem Engagement bei Borussia Dortmund hervorragend realisieren." RAG wird sich als neuer Hauptsponsor deutlich stärker einbringen als nur über die klassische Trikot- und Bandenwerbung. "Wir haben in der Region gut 60.000 Mitarbeiter, darunter naturgemäß auch viele BVB-Fans. Wir werden diese Partnerschaft mit Leben füllen und die Nähe zu den Fans suchen", versprach Müller. Der Vorstandsvorsitzende der RAG sagte dem BVB heute 100.000 € für das neue "Borusseum" zu. Im SIGNAL IDUNA PARK soll das BVB-Museum entstehen, das die fast 100jährige BVB-Geschichte dokumentiert und eine Begegnungsstätte der Fans werden soll. "Unsere Fans dürfen sich freuen - auf das Borusseum und die RAG", sagte BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball. Neben den BVB-Fans werden auch die Mitarbeiter der heutigen RAG von der Partnerschaft profitieren. Ein außergewöhnlich hohes Karten-Kontingent wird deshalb künftig für die Mitarbeiter des Konzerns reserviert sein. "Wenn unsere Fans bei den Heimspielen der 12. Mann sind, werden die RAG-Mitarbeiter künftig der 13. Mann sein", sagte Watzke. "Seit jeher halten in der ehemaligen Bergbaustadt Dortmund auch viele Kumpel dem BVB die Treue", so Watzke. "Wir kennen unsere Wurzeln. Der Bergbau und das Ruhrgebiet gehören zusammen. Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass dies auch noch lange Zeit so bleibt. Denn Schwarz hat genauso Zukunft wie Schwarz-Gelb", sagte Müller.
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Nur Wörns trifft: BVB kommt gegen Mainz nicht über ein 1:1 hinaus [4.03.] Borussia Dortmund hat den Negativtrend nicht stoppen können. Nach 298 Minuten gelang zwar endlich wieder ein Treffer, nach drei Spielen ohne Sieg hofften die Fans jedoch vergeblich auf einen "Dreier". Der BVB trennte sich vom FSV Mainz 05 mit 1:1 (1:0) und hat den Anschluss an das obere Tabellendrittel vorerst verloren. Aus dem SIGNAL IDUNA PARK berichten Boris Rupert und Constantin Blaß 66.200 Zuschauer sahen ein Spiel auf mäßigem Niveau. Christian Wörns brachte den BVB in der 27. Minute mit 1:0 in Führung, doch Michael Thurk sorgte nach 52 Minuten für den insgesamt gerechten Ausgleich. Glück für den BVB: Zidan schoss einen Foulelfmeter an den Pfosten (58.). Hätten auch Sie so gewettet? Ausgangslage: Bei beiden zeigte die Erfolgskurve zuletzt deutlich nach unten. Der BVB war in den voran gegangenen drei Spielen tor- und sieglos geblieben, Mainz mit drei Niederlagen in Folge und nur einem Punkt aus den letzten fünf Partien erstmals seit dem zehnten Spieltag auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Auswärts stellten die 05er mit nur einem Sieg (in Kaiserslautern) und lediglich einem Remis (in Hannover) das schlechteste Team der Liga, verloren aber nie mit mehr als zwei Toren Differenz. Dennis Gentenaar rückte für den verletzten Roman Weidenfeller ins BVB-Tor. Personalien: Bert van Marwijk musste die Elf auf zwei Positionen ändern: Für die verletzten Weidenfeller (Meniskus-Operation) und Rosicky (Faserriss in der Hüfte) spielten Gentenaar und Sahin. Außerdem fehlten Amoah (Innenbanddehnung im Knie), Metzelder (fiebrige Erkältung), Koller, Ricken und van der Gun (alle mit Kreuzbandriss). Gegenüber dem 0:1 in Bielefeld gab es eine dritte Änderung: Gambino erhielt den Vorzug vor Buckley. Neu im Kader waren die Amateure Pirson (Tor), Neumeister (Abwehr) und Steegmann (Sturm). Mainz trat mit Zidan für Auer an. Verletzungsbedingt fehlten Torwart Wache und Offensivspieler Ruman. Taktik: Während der BVB im bewährten 4-3-3-System antrat, stellten die Mainzer ihren "05-Tannenbaum" (4-3-2-1) in die Ecke. Trainer Jürgen Klopp vertraute einem 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. Um die rochierende Doppelspitze Zidan und Weilandt, der sich bei gegnerischem Ballbesitz ins Mittelfeld zurückfallen ließ, kümmerten sich auf Seiten des BVB Brzenska und Wörns. Michael Thurk, gerne als die Seele des Mainzer Offensivspiels bezeichnet, wurde von Kehl übernommen. Sahin und Kringe hatten in Demirtas und da Silva ihre Gegenspieler. Mainz´ Pekovic war freier Mann, bevorzugte jedoch, sich aus jeglichen Angriffen herauszuhalten und die Defensive zu stärken. Schoss das 1:0: Christian Wörns. Spielverlauf & Analyse: Beide Mannschaften hielten sich eine knappe Viertelstunde zurück und beschränkten sich darauf, in der Defensive gut zu stehen. Der Mainzer Antonio da Silva gab in der achten Minute den ersten Torschuss ab - eine sichere Beute für Borussias Dennis Gentenaar. Die erste Chance der Partie hatte jedoch der BVB. Ebi Smolarek verpasste es, aus einem Fehlpass von Matthias Abel Profit zu schlagen und fabrizierte in der 13. Minute leider nur ein (artistisches) Luftloch. Die Schwarzgelben präsentierten sich im Vergleich zum 0:1 in Bielefeld vor einer Woche vor allem im Mittefeld deutlich engagierter. Auch ein Verdienst von Florian Kringe und Nuri Sahin, die das Fehlen von Tomas Rosicky vergessen ließen. Die Überlegenheit der Dortmunder wurde nach 27 Minuten belohnt. Nach einer Ecke von Sahin konnte 05-Schlussmann Wetklo einen Kopfball von Kehl nicht festhalten. Christian Wörns war zur Stelle und erzielte das 1:0. Die BVB-Fans auf der Südtribüne feierten das zweite Saisontor des 33-Jährigen mit lautstarken "Jürgen Klinsmann, hast Du das gesehen?"-Sprechchören. Die Partie nahm weiter an Fahrt auf: In der 37. Minute klärte Manuel Friedrich in höchster Not gegen Ebi Smolarek, und Sekunden vor dem Halbzeit-Pfiff hätte Florian Kringe beinahe nach Vorarbeit des bärenstarken Christian Wörns per Hacke getroffen. Bei den Gästen aus Mainz vergab Zidan die größte Möglichkeit mit einem Schuss aus zwölf Metern (36.). Michael Thurk (l.) gelang der Ausgleich. In den ersten drei Minuten nach dem Seitenwechsel gab es so viele Torchancen wie in den gesamten ersten 45 Minuten zusammen: Wörns beförderte eine Freistoßflanke auf das eigene Tornetz (46.), Thurks 17-Meter-Schuss wurde im Fünfmeterraum abgeblockt (47.), Kehls Kracher von Demirtas auf der Mainzer Torlinie geklärt (48.). Voraus gegangen war eine sehenswerte Kombination über Kringe und Odonkor, der sich fünf Minuten später abermals auf dem rechten Flügel durchsetzen konnte, doch Smolarek scheiterte an Wetklo. Es ging turbulent weiter. Brzenska verschätzte sich nach einem langen Ball, verlor am Elfmeterpunkt den Zweikampf gegen Zidan, Thurk hatte aus dem Hinterhalt freie Bahn und schoss unhaltbar für Gentenaar ein zum 1:1 (53.). Vier Minuten später zupfte Brzenska an Thurks Trikot, und Schiedsrichter Rafati blieb keine andere Wahl, als auf Elfmeter für Mainz zu entscheiden. Doch Zidan schoss den Ball an den rechten Pfosten! Die Mainzer nun trotzdem gefährlicher: Wörns rettete vor Zidan (64.), kurz darauf scheiterte der 05-er mit einem Kopfball an Gentenaar. Die Borussen konnten erst in der Schlussphase wieder einen Zahn zulegen. Buckley hängte zwei Gegenspieler ab, sein satter Schuss aus spitzem Winkel wurde aber Richtung Außennetz abgefälscht (80.). Sie rannten nun mit dem Mute der Verzweifelung an, setzten den Gegner unter Druck, kamen aber nicht mehr zu wirklich zwingenden Chancen. Ausblick: Nächste Woche Samstag spielt der BVB beim VfB Stuttgart. Das Auswärtsspiel der Schwaben heute beim 1. FC Kaiserslautern wurde aufgrund von Schnee und Eis auf Dienstag.

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