Aufatmen in Speldorf. Der VfB hat die Lizenz für die NRW-Liga erhalten. „Wir sind überglücklich. Dieses Urteil hat eine Signalwirkung für die gesamte Stadt Mülheim“, strahlt Manager Ingo Pickenäcker. Den Mülheimern wurde das grüne Licht für die Oberliga verweigert, weil ein Testat des Steuerberaters Jürgen Heckhoff gefehlt hatte.
Der VfB wird die Sektkorken wohl doch noch knallen lassen können. Denn nach RS-Informationen wird den Speldorfern wahrscheinlich doch die Lizenz erteilt.
Die Meisterfeier ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Pünktlich zum Titelgewinn hat auch der Himmel seine Pforten geöffnet und verhagelte die Partystimmung. Wie passend, denn die Freude über das sportliche Husarenstück ist beim VfB ohnehin durch den Lizenzentzug getrübt. „Aber wir versuchen alles, um die Entscheidung des Verbandes umzukehren“, hofft Michael Klauß.
Der Schock sitzt immer noch tief. Die Lizenz ist weg und damit ist dem VfB vor dem Saison-Kehraus die Aufstiegs-Chance eigentlich verwehrt. „Das sehe ich anders“, hält Klaus Wörsdörfer dagegen. Denn der „Boss“ der Speldorfer hat bereits Beschwerde gegen das Aus eingereicht.
Der Schock sitzt den Speldorfer noch in den Gliedern. Obwohl der VfB nach dem Patzer der Solinger endlich Erster ist und sogar den Einzug in den DFB-Pokal feiern konnte, ist der Klub gescheitert. Und zwar an der Lizenzhürde.
Am Mittwoch hat der VfB mit dem Einzug in den DFB-Pokal noch den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Doch jetzt herrscht die pure Ernüchterung. Denn dem Triumph folgte der Tiefschlag des Verbandes.
Die Speldorfer Festwochen können beginnen. Am Sonntag können die Mülheimer mit einem Dreier gegen Duisburg einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machen. Nur vier Tage später steigt dann das Pokal-Highlight an der Essener Hafenstraße.
Beim Ratinger Spiel gegen den SV Straelen gab es einen Spieler-Tausch: Während Hakan Yalcinkaya und Murat Gümüstas in den Kader zurückkehrten, mussten stattdessen Patrick Ziegler (Krankheit), Taufik Butziat (Kieferoperation) und Daniel Rey-Alonso (Muskelfaserriss) passen.
Sportlich hat der VfB die Steilvorlage der Solinger nicht genutzt. Die Speldorfer blamierten sich trotz der Aussicht auf Rang eins bei der Pleite gegen Wülfrath bis auf die Knochen. „So blöd kann man ja gar nicht sein“, liegt Ingo Pickenäcker der Katastrophen-Auftritt noch schwer im Magen.
Es ist endlich so weit. Nach dem Patzer von Union Solingen gegen den KFC Uerdingen kann der VfB am Sonntag aus eigener Kraft die Pole-Position erreichen. „Ich habe immer gesagt, dass sie noch straucheln werden“, lehnt sich Ingo Pickenäcker entspannt zurück.
Der Duisburger Niederrheinligist TuRa 88 Duisburg hat als erstes Team die erste Runde im Diebels-Pokal aus Verbandsebene erreicht. Durch einen 7:1-Kantersieg gegen den Bezirksligisten Glückauf Möllen sicherte sich die Elf von Trainer Manfred Tebeck das begehrte Ticket für den Verbandspokal. TuRa-Goalgetter Frank Cho brachte den Favoriten in der ersten Halbzeit in Führung (23.), ehe im zweiten Durchgang bei den Gastgebern aus Möllen endgültig alle Dämme brachen.